Airbus präsentiert mehrschichtiges digitales Ökosystem auf der VivaTech
2026-06-16 15:58
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de.wedoany.com-Bericht: Airbus hat auf der VivaTech 2026 sein mehrschichtiges digitales Ökosystem vorgestellt, das die Bereiche Boden, Cyberspace, Luft und Weltraum umfasst und darauf abzielt, moderne Bedrohungen zu verhindern und zu bewältigen. Dieses System integriert Schutzprodukte und -dienste aus verschiedenen Umgebungen und bildet einen unsichtbaren Schild zum Schutz von Menschen, kritischer Infrastruktur und der Erde.

Im Bodenbereich präsentierte Airbus mehrere Technologien zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit. Beispielsweise ist der Airbus UpNext Optimate-Demonstrator eine intelligente Automatisierungslösung, die Piloten während des Rollens auf Flughäfen zusätzliche automatisierte Überwachung bietet, um die Arbeitsbelastung zu verringern und den Betrieb zu vereinfachen. Darüber hinaus integriert die missionskritische Plattform Agnet Breitband- und Satellitenverbindungen und verwandelt Smartphones in verschlüsselte Kommunikationsknoten für Einsatzkräfte, um die Lagewahrnehmung zu verbessern.

Airbus UpNext Optibus am Flughafen CDG

Im Cyberspace stellte Airbus CyberRange vor, einen fortschrittlichen digitalen Zwillingssimulator, der eine souveräne und 100 % sichere virtuelle Informationsumgebung schafft. Diese dient dazu, die Infrastruktur von Kunden unter hochkomplexen simulierten Cyberangriffen zu testen, ohne reale Systeme zu gefährden. Gleichzeitig entwickelt das von Airbus geleitete europäische Projekt EUCINF, das vom Europäischen Verteidigungsfonds (European Defence Fund) finanziert wird, einen interoperablen Werkzeugkasten für nationale und europäische Verteidigungsbehörden. Dieser besteht aus prototypischen Softwarekomponenten, die von Datenstandardisierung bis zur Kartierung von Social-Media-Informationen reichen und darauf abzielen, den Informationsraum vor koordinierten Desinformationskampagnen zu schützen.

Im Luftbereich konzentriert sich Airbus auf autonomes Fliegen und Navigationsresilienz. Seine KI-gestützte Missionsautonomiesoftware koordiniert in Echtzeit bemannte und unbemannte Luftfahrzeugsysteme und ermöglicht eine dynamische Missionsneukonfiguration, geeignet für risikoreiche oder belastende militärische Einsätze. Darüber hinaus erforscht Airbus das Potenzial von Quantensensoren, die physikalische Größen mit extrem hoher Präzision messen können. Diese ergänzen das globale Navigationssatellitensystem (GNSS) und nutzen Informationen aus der Erdmagnetosphäre, um die Navigation zusätzlich zu stärken.

Flexrotor-Flugdemonstration

Im Weltraum, der höchsten Ebene, liefern Satellitennetzwerke entscheidende Datenunterstützung. Die von Airbus für das Copernicus-Programm der Europäischen Weltraumorganisation (European Space Agency) gebauten Sentinel-2-Satelliten übertragen Daten zu Überschwemmungen, Bränden und Erdbeben, um Rettungsmaßnahmen zu leiten, und überwachen langfristig die Vegetation und Bodengesundheit. Der Sentinel-6-Satellit verfolgt die Meeresbedingungen und den Meeresspiegelanstieg. Um Kommunikationslücken in Gebieten ohne Bodeninfrastruktur zu schließen, bieten niedrig fliegende Satellitenkonstellationen wie OneWeb von Eutelsat (mit über 600 von Airbus gebauten Satelliten) Hochgeschwindigkeitsverbindungen in abgelegene Regionen und stellen sicher, dass Rettungskräfte mit betroffenen Gemeinden in Kontakt bleiben.

Künstlerische Darstellung eines OneWeb-Satelliten

Diese Technologien werden auf der VivaTech 2026 präsentiert, die vom 17. bis 20. Juni in Paris stattfindet. Der interaktive Airbus-Stand bietet mehrere Erlebnisse, darunter das Erkennen von Deepfakes, die Teilnahme an einer KI-gestützten Landedemonstration und die Steuerung eines großen interaktiven Leap Motion-Feuerwehrsimulators.

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