de.wedoany.com-Bericht: Die saudische Fluggesellschaft Riyadh Air hat vom US-Verkehrsministerium (DOT) die offizielle Genehmigung erhalten, Passagier- und Frachtflüge zwischen Saudi-Arabien und den USA durchzuführen. Diese Entscheidung beseitigt ein entscheidendes regulatorisches Hindernis für den Einsatz ihrer Boeing 787-9 Dreamliner-Flotte auf Langstreckenrouten.
Riyadh Air wurde 2023 als Teil der saudischen Wirtschaftsdiversifizierungsstrategie gegründet, die darauf abzielt, die Abhängigkeit vom Öl zu verringern und den Tourismus, die Logistik und die Luftfahrt zu entwickeln. Obwohl diese Genehmigung nicht sofort die Aufnahme regelmäßiger US-Flüge bedeutet, ermöglicht sie Riyadh Air den Zugang zu einem der strategisch bedeutendsten Luftfahrtmärkte der Welt und treibt die Vorbereitungen für Transatlantikdienste voran.

Das US-Verkehrsministerium erklärte in seiner Anordnung, dass die Erteilung dieser Genehmigung im öffentlichen Interesse liege. Riyadh Air hatte im Mai einen Antrag auf Genehmigung eingereicht und plant, bis 2030 ein globales Netzwerk mit über 100 internationalen Zielen aufzubauen. Die Fluggesellschaft hat bereits Partnerschaften mit mehreren internationalen Airlines, darunter Delta Air Lines, aufgebaut oder plant diese.
Die Genehmigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Riyadh Air mit der Übernahme der Kernflotte begonnen hat, die ihren Langstreckenbetrieb unterstützt. Anfang dieses Monats lieferte Boeing die ersten beiden maßgeschneiderten 787 Dreamliner an die Fluggesellschaft aus. Riyadh Air hat bis zu 72 Boeing 787-Flugzeuge bestellt und sich zusätzlich zum Kauf von Airbus A321neo und Airbus A350 verpflichtet.

CEO Tony Douglas erklärte, dass es sich um eine der größten Neugründungen von Fluggesellschaften in der modernen Luftfahrtgeschichte handele. Das Betriebswachstum der Fluggesellschaft beschleunigt sich, und bis Ende Juli soll die Flotte auf acht Flugzeuge anwachsen. Das Management plant, bis März 2027 Flüge zu 22 Zielen anzubieten.

Die Expansion von Riyadh Air ist eng mit der saudischen Wirtschaftstransformationsagenda „Vision 2030" verbunden, die darauf abzielt, den internationalen Tourismus zu steigern, Investitionen anzuziehen und die Rolle des Königreichs als globales Verkehrsdrehkreuz zu stärken. Die Fluggesellschaft hat bereits Flüge zu Zielen wie Kairo, Dubai, Dschidda, Madrid, Manchester und London angekündigt, wobei London der erste internationale Dienst mit der neuen Boeing-Flotte ist. Delta Air Lines hat zuvor ebenfalls Pläne für einen Direktflug zwischen Atlanta und Riad angekündigt, was die wachsende Nachfrage nach Direktverbindungen zwischen beiden Ländern zeigt.
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