Spanisches IMPLICIT-Projekt erforscht neue Wege zum Recycling von Verbundwerkstoffabfällen
2026-06-18 11:16
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de.wedoany.com-Bericht: Das spanische IMPLICIT-Projekt zielt darauf ab, durch eine multimodale Recyclingstrategie die bei der Herstellung von Verbundwerkstoffen anfallenden Einweg-Hilfsmaterialien in hochwertige, wiederverwendbare Ressourcen umzuwandeln, um die Kreislaufwirtschaftsziele Europas zu unterstützen. Das Projekt wird von Solteco geleitet, mit Aimplas als technischem Leiter, und vereint acht Einrichtungen, darunter Birziplastik, Faperin, Industrias Alegre, Eurecat, Tecnalia und Leartiker. Der spanische Verband für Verbundwerkstoffe AEMAC und Airbus fungieren als strategische Partner und stellen echte Abfälle aus der Luft- und Raumfahrtfertigung zur Verfügung.

Verbundprozess von Füllmaterialien

Zu den im Projekt schwerpunktmäßig behandelten Abfällen gehören Einweg-Hilfsmaterialien wie Vakuumbeutel, Trennfolien und saugfähige Gewebe. Die Partner werden mechanische (Zerkleinerung, Trennung und Extrusion), physikalische (selektive Auflösung) und chemische (z. B. Solvolyse) Recyclingtechnologien kombinieren, um hochreine Recyclingmaterialien aus thermoplastischen Polymeren (wie PA, PET, PE und PP) zu gewinnen. Diese Materialien sollen in hochwertigen Anwendungsbereichen wie Automobilteilen, technischen Textilien und Stadtmöbeln eingesetzt werden.

Um zentrale Herausforderungen wie die Heterogenität der Abfälle und die Harzkontamination zu bewältigen, wird das Projekt durch fortschrittliche Dekontaminations-, Compoundierungs- und Additivformulierungsprozesse die mechanischen Eigenschaften der Recyclingmaterialien verbessern. Pau Manclús, Chemie-Recyclingforscher bei Aimplas, erklärte, dass das IMPLICIT-Projekt das Recycling von Hilfsmaterialien adressiert, die traditionell von Verwertungsstrategien ausgeschlossen waren, und darauf abzielt, zu beweisen, dass die Umwandlung komplexer Abfälle in nützliche Ressourcen machbar ist.

Das Projekt wird durch praktische industrielle Demonstrationen validiert, bei denen die Recyclingmaterialien in neue Produkte wie technische Automobilkomponenten, Profile für Stadtmöbel und Multifilamente für technische Textilien umgewandelt werden. Darüber hinaus werden eine Lebenszyklusanalyse (LCA) und eine Lebenszykluskostenanalyse (LCC) durchgeführt, um die ökologischen, wirtschaftlichen und funktionalen Auswirkungen der Lösungen zu bewerten. Das IMPLICIT-Projekt (Referenznummer CPP2023-010867) wird vom spanischen Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Hochschulen über das Zentrum für industrielle technologische Entwicklung (CDTI) und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Programms für öffentlich-private Partnerschaftsprojekte 2024 finanziert.

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