de.wedoany.com-Bericht: Die Regierung der Balearen hat die Genehmigung neuer Photovoltaikprojekte auf ländlichen Flächen ausgesetzt und investiert gleichzeitig 11,3 Millionen Euro in den Bau von zwei schwimmenden Photovoltaik-Kraftwerken auf Bewässerungsteichen, um die erneuerbare Stromerzeugungskapazität zu erhöhen, ohne zusätzliche landwirtschaftliche Flächen zu beanspruchen. Die Aussetzung ist bereits in Kraft getreten und betrifft prioritäre Verfahren im Zusammenhang mit öffentlichen Interessenerklärungen und dem Energieinteresse der Autonomen Gemeinschaft für maximal zwei Jahre. In dieser Zeit wird die Regionalregierung einen neuen Plan für erneuerbare Energien und Energiespeicherung ausarbeiten, der nach Genehmigung in den Gesamtplan des Energiesektors aufgenommen wird. Dieser wird dann die für neue Projekte geeigneten Gebiete sowie Installationsstandards festlegen, die Energie, territorialen Schutz, Landwirtschaft und Landschaftswerte berücksichtigen. Die Aussetzung gilt nicht rückwirkend und betrifft weder Projekte, die bereits Netzanschluss- und Verbindungsgenehmigungen erhalten haben, noch Eigenverbrauchsanlagen oder Kapazitätserweiterungen und Hybridumbauten bestehender Kraftwerke.

Die bewilligten Mittel werden für zwei Lose des Balearischen Energieinstituts (IBE) verwendet: Erstens den Bau eines schwimmenden Photovoltaik-Kraftwerks mit einer Nennleistung von 2800 Kilowatt auf den Bewässerungsteichen der Parzellen 6, Flurstücke 7 und 35 in Artà auf Mallorca, und zweitens den Bau eines Kraftwerks mit 499,8 Kilowatt auf den Bewässerungsteichen der Parzelle 12, Flurstück 133 in Ciutadella auf Menorca. Diese beiden Projekte erhöhen die installierte Leistung um insgesamt etwa 3,3 Megawatt, ohne ländliche Flächen zu beanspruchen. Der Plan ist Teil der vom IBE vorangetriebenen Initiative zur Solarisierung von Bewässerungsteichen, die darauf abzielt, bereits vom Menschen beeinflusste Oberflächen zu nutzen, um den Ausbau in Gebieten zu beschleunigen, in denen die Landverfügbarkeit ein Haupthindernis für die Entwicklung neuer Energien darstellt. Zuvor war im April auf einem Bewässerungsteich in Inca ein 1,4-Megawatt-Schwimmkraftwerk in Betrieb genommen worden, das jährlich etwa 2200 Megawattstunden Strom erzeugt und aus dem EU-Programm NextGenerationEU finanziert wurde. Im Jahr 2025 wurde in Capdepera das damals größte schwimmende Photovoltaik-Kraftwerk der Inselgruppe in Betrieb genommen, bestehend aus 2528 Solarmodulen auf einer Fläche von 9120 Quadratmetern mit einer Spitzenleistung von 1,48 Megawatt. Weitere geplante Projekte in Santa Eulària (0,5 Megawatt), Artà (2,8 Megawatt) und Ciutadella (0,5 Megawatt) werden ebenfalls fertiggestellt, was die Balearen zu einer der institutionell unterstützendsten Regionen Spaniens für die schwimmende Photovoltaik-Technologie macht.
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