de.wedoany.com-Bericht: Forscher des National Institute of Technology (NIT) Rourkela haben ein keramisches Adsorptionsmittel aus industriellen Nebenprodukten entwickelt, um giftige Farbstoffschadstoffe aus Industrieabwasser zu entfernen. Diese Technologie bietet eine wirtschaftlich tragfähige und nachhaltige Lösung für die Abwasserbehandlung und bewältigt gleichzeitig die Herausforderungen der Entsorgung von Industrieabfällen.

Die Studie wurde von Prof. Sunipa Bhattacharyya, außerordentliche Professorin am Fachbereich Keramikingenieurwesen, geleitet, unter Beteiligung der Forschungswissenschaftler Susant Mohapatra und Sourav Ranjan Satpathy. Das Team demonstrierte, wie Industrieabfälle in hochwertige Produkte umgewandelt werden können, um den Umweltschutz und die Ressourcenschonung zu unterstützen.
Branchen wie Textilien, Färberei und Druck erzeugen große Mengen an gefärbtem Abwasser, das synthetische Farbstoffe und chemische Schadstoffe enthält. Bei unsachgemäßer Behandlung gelangen diese Schadstoffe in Gewässer, führen zu Umweltzerstörung, schädigen aquatische Ökosysteme und gefährden die menschliche Gesundheit. Mit der Ausweitung industrieller Aktivitäten steigt der Bedarf an effizienten und wirtschaftlichen Abwasserbehandlungstechnologien.
Um dieser Herausforderung zu begegnen, entwickelte das Team des NIT Rourkela ein wasserbasiertes keramisches Adsorptionsmittel aus Flugasche, gemahlenem Hochofenschlacke (GGBS) und Kaolin. Flugasche stammt aus der Kohleverbrennung in Wärmekraftwerken, GGBS ist ein Nebenprodukt der Stahlherstellung. Beide Materialien fallen in großen Mengen an und sind oft schwer zu entsorgen. Durch deren Verwendung als Rohstoffe wandelte das Team Abfälle in funktionelle Materialien um, was dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft entspricht.
Dieses keramische Adsorptionsmittel ist speziell auf die Entfernung von Methylenblau ausgelegt, einem in Industrieabwässern häufig vorkommenden synthetischen Farbstoff. Labortests zeigten eine Entfernungsrate von über 95 %. Die Forscher weisen darauf hin, dass die Technologie Unternehmen helfen kann, den Schadstoffgehalt vor der Abwassereinleitung deutlich zu senken, was zu saubereren Wasserressourcen und einer verbesserten Umweltkonformität beiträgt.
Die Innovation der Studie liegt im Herstellungsprozess. Im Gegensatz zu geopolymerbasierten Adsorptionsmitteln, die eine Wärmebehandlung von Metakaolin erfordern, verwendete das Team rohen Kaolin und verzichtete auf die energieintensive Erhitzungsphase. Prof. Bhattacharyya betonte, dass durch diesen Schritt der Produktionsprozess nachhaltiger und wirtschaftlich tragfähiger werde, die Produktionskosten gesenkt und der mit der Herstellung verbundene ökologische Fußabdruck verringert werde.
Die Forscher schätzen die Herstellungskosten des keramischen Adsorptionsmittels auf 25 bis 50 Rupien pro Kilogramm. Laut Berichten von nedispatch.in verspricht die Kombination aus niedrigen Produktionskosten, hoher Schadstoffentfernungsrate und nachhaltigen Rohstoffen eine breitere Anwendung der Technologie in verschiedenen Industriebereichen, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen, die kosteneffiziente Lösungen zur Umweltkonformität suchen.
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