Kirgisistan erwartet bis 2050 einen deutlichen Anstieg des Stromverbrauchs
2025-03-11 15:14
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Laut Trend wird der Stromverbrauch in Kirgisistan bis 2050 voraussichtlich durchschnittlich 50,9 Milliarden Kilowattstunden erreichen, heißt es im Entwurf des nationalen Entwicklungsplans Kirgisistans bis 2030.

Der Strombedarf dürfte jährlich durchschnittlich um 3–6 % steigen und bis 2030 23–27 Milliarden Kilowattstunden erreichen.

Dem Plan zufolge ist das Energiesystem des Landes in hohem Maße von der Wasserkraft abhängig: Wasserkraftwerke sind für 85 bis 90 Prozent der gesamten Stromerzeugung verantwortlich.

Der Großteil des erzeugten Stroms stammt aus dem Kaskaden-Wasserkraftwerk Toktogul am Fluss Naryn. Bei ungünstigen klimatischen Bedingungen ist die Stromerzeugung eingeschränkt. Der Fluss Naryn, in dem sich große Wasserkraftwerke befinden, reagiert empfindlich auf Klimawandel, Temperaturschwankungen und Niederschläge. Saisonale Schwankungen des Wasserstands im Toktogul-Stausee könnten die Energiestabilität gefährden.

Gleichzeitig wurden 65–67 % der Stromerzeugungskapazität vor der Unabhängigkeit Kirgisistans installiert. Wenn man bedenkt, dass die durchschnittliche Lebensdauer eines Kohlekraftwerks 65 Jahre beträgt, wird erwartet, dass Teile der Wärmekraftwerke Bischkek und Osch das Ende ihrer Betriebslebensdauer im Jahr 2027 bzw. 2031 erreichen. Aufgrund der Alterung des Stromnetzes und veralteter Geräte können die Übertragungsverluste bis zu 15 % betragen.

Der Plan sieht vor, dass der Stromverbrauch bis 2023 die Stromerzeugung um 3,3 Milliarden Kilowattstunden oder 19 Prozent der gesamten Stromerzeugung übersteigen wird.

Kirgisistans Energieminister Taraibek Ibrayev berichtete bei der Ratssitzung des Energieministeriums am 26. Februar, dass der gesamte Stromverbrauch Kirgisistans im Jahr 2024 18,3 Milliarden Kilowattstunden erreichen werde, davon 12,77 Milliarden Kilowattstunden aus Wasserkraft, 1,76 Milliarden Kilowattstunden aus Wärmekraft, 3,63 Milliarden Kilowattstunden aus importiertem Strom, 156,2 Millionen Kilowattstunden aus privaten Kleinwasserkraftwerken und 170.000 Kilowattstunden aus Solarenergie.

Am 6. März 2025 fand in Kirgisistan eine Diskussion über den Entwurf des Nationalen Entwicklungsplans für 2030 statt; die Ausarbeitung des Plans ist noch im Gange. Der nationale Plan wird Schlüsselbereiche für die künftige Entwicklung des Landes identifizieren, darunter Industrialisierung, Verkehrsinfrastruktur, Digitalisierung sowie die Behandlung ökologischer, kultureller und sozialpolitischer Fragen.

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