de.wedoany.com-Bericht: Evonik hat angekündigt, bis 2029 eine neue Umstrukturierungs- und Kostensenkungsrunde abzuschließen, weltweit rund 3.200 Stellen zu streichen und das globale Polyestergeschäft einzustellen.
Der Stellenabbau umfasst 2.150 Positionen in Deutschland im Zeitraum von 2027 bis Ende 2029. Die Maßnahmen betreffen globale Geschäfts- und Verwaltungseinheiten. Evonik erklärte, dass Kosteneinsparungen durch Effizienzsteigerungen, Digitalisierung, Outsourcing und mögliches Offshoring erzielt werden sollen.
Die neuen Maßnahmen folgen auf das laufende Konzernprojekt „Evonik Tailor Made" sowie die Umstrukturierung von Effizienzprojekten im operativen Geschäft. Zuvor hatte das Unternehmen geplant, von Oktober 2023 bis Ende 2026 rund 2.800 Stellen abzubauen.
Evonik-CEO Christian Kullmann erklärte, dass die globale politische Lage weiterhin unsicher sei, das Wirtschaftswachstum anhaltend schwach und der internationale Wettbewerb zunehmend intensiver werde. Das Unternehmen müsse in diesem Umfeld stärker werden.
Evonik betonte, dass der Stellenabbau sozialverträglich gestaltet werde. Die konkreten Details sollen in den kommenden Wochen mit den Arbeitnehmervertretern endgültig festgelegt werden.
Im Rahmen der Umstrukturierung wird Evonik bis 2027 das globale Polyestergeschäft innerhalb seiner Division Customized Solutions einstellen. Dieser Schritt betrifft die Produktionsstandorte in Witten und Marl (Deutschland) sowie Shanghai (China).
Lauren Kjeldsen, Mitglied des Vorstands von Evonik, erklärte, dass die Einstellung des Polyestergeschäfts und die Schließung der Produktion wirtschaftlich unvermeidbar seien. Der globale Wettbewerbsdruck, strukturelle Nachteile in Europa und die rückläufige Marktdynamik bedeuteten, dass langfristig keine Alternative für Evonik wirtschaftlich tragfähig sei.
Evonik gab an, dass das Polyestergeschäft einen Jahresumsatz von rund 150 Millionen Euro erziele, jedoch seit Jahren nicht profitabel sei. Das Werk in Witten mit 266 Mitarbeitern wird 2027 geschlossen; in Marl werden 45 Stellen gestrichen, und das Werk in Shanghai verliert 35 Stellen.
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