Italienisches Cineca unterzeichnet vierjähriges Rahmenabkommen zur Stärkung der Supercomputing-Infrastruktur
2026-06-21 11:50
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de.wedoany.com-Bericht: Die italienische Supercomputing-Einrichtung Cineca hat ein vierjähriges Rahmenabkommen mit einem von der DBA Group geführten temporären Unternehmenskonsortium unterzeichnet, um den Ausbau ihrer kritischen Infrastruktur weiter zu verstärken. Das Konsortium umfasst Maestrale sowie deren Partner Ariatta, Redesco und Starching und bietet Dienstleistungen in den Bereichen Ingenieurwesen, Bauwesen und technische Beratung an, mit einem Schwerpunkt auf der Unterstützung von Infrastruktur-Upgrades im Zusammenhang mit Hochleistungsrechnen, Künstlicher Intelligenz und Quantencomputing.Sitz von Cineca

Dieses Abkommen adressiert den Bedarf von Cineca für die nächste Phase des Ausbaus der Supercomputing-Kapazitäten. Angesichts des stetig wachsenden Rechenaufwands durch Hochleistungsrechnen, Training von KI-Modellen und Quantencomputing-Anwendungen müssen Rechenzentren eine höhere Resilienz, bessere Energieeffizienz und größere Skalierbarkeit aufweisen. Cineca hat dieses spezialisierte Ingenieurkonsortium beauftragt, mit dem Kernziel, die Fähigkeiten zur Planung, Errichtung, Modernisierung und langfristigen betrieblichen Unterstützung der kritischen Infrastruktur zu verbessern.

Der Umfang des Abkommens umfasst Hochspannungsstromanschlussarbeiten, den Neubau und die Modernisierung von HPC-Rechenzentren, die Aufrüstung bestehender Anlagen, größere Wartungsarbeiten, Gebäudesanierungen sowie Neubauprojekte für die eigene Infrastruktur von Cineca. Für ein Supercomputing-Zentrum sind die Stromversorgung, Kühlsysteme, Gebäudelasten, Netzwerkanbindung und Betriebskontinuität direkt entscheidend dafür, ob die Rechenplattform Forschung, industrielle Simulationen und KI-Anwendungen stabil unterstützen kann.

Cineca ist eines der bedeutendsten Supercomputing-Zentren Europas und übernimmt Aufgaben im Bereich Hochleistungsrechnen für die italienische Forschung, Hochschulen, öffentliche Einrichtungen und industrielle Innovationen. Sein Rechenzentrum im Tecnopolo in Bologna beherbergt bereits das Supercomputing-System Leonardo und treibt die Infrastrukturentwicklung im Zusammenhang mit der European AI Factory und Quantencomputing-Kapazitäten voran. Dieses Rahmenabkommen wird eine systematischere technische Unterstützung für diese neuen Rechenlasten bieten.

Die DBA Group wird innerhalb des Konsortiums die koordinierende Führungsrolle übernehmen. Das Unternehmen bietet seit langem Dienstleistungen in den Bereichen Bauwesen, Ingenieurwesen, Projektmanagement und digitale Technologien an, während Maestrale, Ariatta, Redesco und Starching spezifische Fachkenntnisse in den Bereichen Rechenzentren, Tragwerksplanung, Elektro- und Maschinensysteme sowie technisches Design einbringen. Das Multi-Partner-Modell eignet sich für komplexe Projekte wie Supercomputing-Infrastrukturen, da eine einzelne Ingenieurdisziplin kaum alle Anforderungen in den Bereichen Strom, Bauwesen, Kühlung, Automatisierung, BIM und Nachhaltigkeit abdecken kann.

Aus technischer Sicht sind HPC- und KI-Rechenzentren nicht mehr nur die Errichtung von Serverräumen. Neue GPU-Cluster, KI-Trainingssysteme, hybride Quanten-Klassik-Rechenplattformen und wissenschaftliche Big-Data-Anwendungen treiben kontinuierlich die Anforderungen an Leistungsdichte, Kühlleistung und Zuverlässigkeit in die Höhe. Wenn die Infrastruktur nicht gleichzeitig aufgerüstet wird, wird dies die Erweiterung der Supercomputing-Systeme und die Bereitstellung neuer wissenschaftlicher Rechenaufgaben einschränken.

Diese Zusammenarbeit steht auch im Kontext der europäischen Supercomputing-Wettbewerbslandschaft. Europa treibt den Aufbau von AI Factories, EuroHPC und Quantencomputing-Infrastrukturen voran, mit dem Ziel, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und öffentlichen Stellen ein höheres Niveau an Rechenressourcen zur Verfügung zu stellen. Durch die Stärkung der Rechenzentrums- und Ingenieurunterstützungskapazitäten mittels eines langfristigen Rahmenabkommens trägt Cineca dazu bei, die Infrastrukturkapazität Italiens im europäischen KI- und Supercomputing-Ökosystem zu verbessern.

Die nächsten Schwerpunkte des Projekts werden auf der Vergabe konkreter Ingenieuraufträge, dem Tempo der Rechenzentrums-Upgrades, der Modernisierung der Strom- und Kühlsysteme, der Anwendung digitaler Planungsmethoden wie BIM sowie der koordinierten Bereitstellung von HPC-, KI- und Quantencomputing-Plattformen liegen. Mit der Umsetzung des vierjährigen Rahmenabkommens wird die kritische Infrastruktur von Cineca schrittweise auf eine höhere Rechenleistungsdichte, bessere Energieeffizienz und komplexere Rechenaufgaben aufgerüstet.

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