de.wedoany.com-Bericht: Die von Compliance Control und Rakasta gemeinsam organisierte internationale Konferenz „FinTech-Sicherheit 2026" fand am 16. Juni in Moskau statt. Die Diskussionen drehten sich um den Schutz von Zahlungs-infrastrukturen, Risikomanagement, sichere Entwicklung und die praktische Anwendung von Künstlicher Intelligenz. Die Konferenz versammelte über 200 Vertreter aus Banken, Finanztechnologieunternehmen, E-Commerce-Plattformen, dem Einzelhandel sowie aus den Bereichen IT, Informationssicherheit und Künstliche Intelligenz.

In diesem Jahr teilten die Veranstalter die Tagesordnung erstmals in zwei parallele Stränge auf: einen geschäftlichen und einen technischen Track. Auf der Konferenz wurde das Konzept des „sicheren Zahlungsuniversums" vorgestellt, dessen Kernidee darin besteht, dass Banken, E-Commerce-Plattformen, der Einzelhandel und Finanztechnologieunternehmen in einem gemeinsamen digitalen Ökosystem agieren, in dem Sicherheitsprobleme eines einzelnen Teilnehmers die gesamte Kette beeinträchtigen können.

Die zunehmende gegenseitige Abhängigkeit zwischen Unternehmen war ein zentraler Diskussionspunkt. Alexander Towstolyp, Leiter der Abteilung für Informationssicherheitsmanagement des FinTech-Verbands (FinTech Association), wies darauf hin, dass die Integration und die Entwicklung von APIs die Servicefreundlichkeit erhöht, aber auch die Angriffsfläche vergrößert haben. Hinsichtlich der Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf Sicherheitsprozesse erklärte Andrei Eli, Direktor für Informationssicherheit bei Hoff Tech, dass KI keine grundlegend neuen Risiken einführe, aber bestehende Probleme exponentiell verstärken könne, wenn diese nicht vorab gelöst würden.

Die Konferenz befasste sich auch mit der Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen für Informationssicherheit, IT und dem Geschäftsbereich. Olga Mindjuk, Leiterin der Abteilung für Nicht-Finanzrisikobewertung der Moskauer Börse, betonte, dass Informationssicherheit zunehmend als Teil des gesamten Geschäftsprozesses und nicht als eigenständige Funktion betrachtet werde. Neben den Plenarsitzungen diskutierten die Teilnehmer praktische Fragen wie Penetrationstests, Datenschutz, sichere Entwicklung, internationale Sicherheitsstandards und Personalschulung.

Auf der Konferenz wurden auch Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Cybersicherheit sowie Methoden zur Prüfung von Schutzsystemen vorgestellt. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die heutigen Bedrohungen immer komplexer werden und der Schutz von Zahlungsdiensten nicht nur technische Maßnahmen, sondern vor allem eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Experten aus den Bereichen Geschäft, IT und Informationssicherheit erfordert. Die wichtigste Schlussfolgerung der Konferenz war, dass in der digitalen Zahlungswelt das schwächste Glied in der Kette Probleme für das gesamte Ökosystem verursachen kann.
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