de.wedoany.com-Bericht: Festo zeigte auf der Automate 2026 mehrere technische Lösungen für Herausforderungen bei der Automatisierungsbereitstellung und -integration. Die Messe fand vom 22. bis 25. Juni 2026 im McCormick Place Convention Center in Chicago statt, Festo war am Stand 831 vertreten.
Angesichts des zunehmenden Platzmangels in Schaltschränken und der verteilten Anordnung von I/O-Geräten präsentierte Festo die neuesten Funktionen der nächsten Generation der Ventilinselplattform VTUX. Diese Plattform mit Schutzart IP67 vereint Pneumatiksteuerung, Vakuumerzeugung und I/O-Integration in einer leichten, modularen Einheit, die direkt in der Nähe der Anwendung installiert werden kann. Die Plattform reduziert die Leitungslängen, das Schaltschrankvolumen, den Installationsaufwand und die Anzahl der einzelnen Automatisierungskomponenten. Die integrierte Vakuumüberwachung verbessert die Sichtbarkeit bei der Fehlersuche und trägt zur Reduzierung des Druckluftverbrauchs bei. Die VTUX-Plattform eignet sich besonders für End-of-Arm-Tooling. Dafür hat Festo die neue CTED-Multiprotokollschnittstelle eingeführt, die industrielle Ethernet-Protokolle wie EtherNet/IP, EtherCAT, Modbus TCP, PROFIBUS und CC-Link unterstützt und die Integration in verschiedene Steuerungsumgebungen vereinfacht.
Im Bereich der End-of-Arm-Greifsysteme zeigte Festo adaptive Greif- und Vakuumtechnologien, die darauf abzielen, die Handhabungszuverlässigkeit und die Effizienz der Endintegration in Umgebungen mit hoher Produktvielfalt zu verbessern. Die Präsentation umfasste Vakuumerzeuger, Saugnäpfe und den neuen hygienischen Softgreifer HPSX für traditionelle und kollaborative Automatisierungsumgebungen. Der Greifer verwendet lebensmittelechte Silikonfinger und kann zerbrechliche und unregelmäßig geformte Produkte ohne Werkzeugwechsel handhaben, was ihn für Anwendungen in der Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie geeignet macht.
Im Hinblick auf den Trend zur elektrischen Automatisierung führte Festo die Simplified Motion Series (SMS) ein. Diese Serie integriert Motor und Antrieb in einem kompakten Motion-Paket, das ohne spezielle Software direkt am Gerät in Betrieb genommen werden kann. Zu den optionalen Konfigurationen gehören Zahnriemenachsen, Spindelachsen, Minischlitten, Elektrozylinder und Drehantriebe. Sie unterstützen digitale I/O- und IO-Link-Verbindungen und ermöglichen eine Fernparametrierung, Backup-Funktionen und Prozessüberwachung, wodurch der Inbetriebnahmeaufwand und die Engineering-Kosten reduziert werden.
Festo stellte außerdem Engineering-Tools vor, die die Komponentenauswahl, Kompatibilitätsprüfung, Zubehörauswahl, Dokumentenerstellung und den Bestellprozess von mehreren Stunden auf wenige Minuten verkürzen. Ingenieure können in einer vernetzten Engineering-Umgebung mehrachsige Handhabungssysteme konfigurieren, elektrische und pneumatische Bewegungskomponenten dimensionieren, auf CAD-Modelle zugreifen, Angebote erstellen und Projektkonfigurationen für spätere Änderungen, Erweiterungen oder Nachbestellungen speichern, wodurch das Risiko der Systembereitstellung verringert wird.
Im Bereich der Personalentwicklung bietet Festo Didactic praxisorientierte mechatronische und industrielle Automatisierungsschulungen für Hersteller, OEMs und technische Bildungsprogramme an. Das auf dem Stand gezeigte MPS 400 Lernsystem ist eine modulare Industrie-4.0-Lernfabrik, die erfahrungsorientierte Schulungen zu Automatisierungstechnik, intelligenten Maschinennetzwerken, IO-Link-Konnektivität und modernen mechatronischen Arbeitsabläufen bietet.
Während der Messe nahmen Festo-Experten auch an mehreren Bildungsvorträgen teil. Ted Rozier moderierte am Dienstag, den 23. Juni, von 11:15 bis 12:00 Uhr im Raum N427abc des Nordgebäudes eine Podiumsdiskussion über Robotersicherheit, Risikobewertung und verantwortungsvolle KI in der Aus- und Weiterbildung. Frank Langro hielt am Mittwoch, den 24. Juni, um 13:30 Uhr im Raum S404bc des Südgebäudes einen Vortrag über die Auswahl der am besten geeigneten Bewegungskomponenten und -systeme. Carlos Alfaro Flores nahm am Mittwoch, den 24. Juni, um 15:00 Uhr im NextGen Theatre an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Einstieg, Hervorstechen und Gestaltung der Automatisierungszukunft“ teil.
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