de.wedoany.com-Bericht: Der europäische Automobilhersteller Stellantis und die britische Marke Jaguar Land Rover (JLR) haben eine unverbindliche Absichtserklärung unterzeichnet, um eine Zusammenarbeit bei der Produkt- und Technologieentwicklung auf dem US-Markt zu erkunden und „Synergien zu schaffen".
Gemäß den Bedingungen der Absichtserklärung werden die beiden Hersteller versuchen, ihre jeweiligen komplementären Stärken zu nutzen, um für beide Seiten Werte zu schaffen. Stellantis-CEO Antonio Filosa erklärte, dass die Erkundung von Synergien in Bereichen wie Produkt- und Technologieentwicklung für beide Seiten bedeutende Vorteile bringen könne. JLR-CEO PB Balaji wies darauf hin, dass die Zusammenarbeit eine wichtige Rolle bei der Erschließung neuer Chancen spielen werde und die Partnerschaft mit Stellantis es ermögliche, komplementäre Fähigkeiten zu erkunden, um JLRs langfristige Wachstumspläne auf dem US-Markt zu unterstützen.
Der US-Markt ist ein wichtiger Bestandteil des Jahresabsatzes von JLR, doch das Unternehmen wurde von den von den USA verhängten Zöllen getroffen. Derzeit verfügt JLR über keine eigene Fertigung in den USA. Im Oktober 2025 bestätigte JLR, dass sein Großhandelsvolumen im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 24,2 % (im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024) zurückgegangen sei, und das Unternehmen gab an, von den „Auswirkungen der zusätzlichen US-Zölle auf die Exporte in die USA" betroffen zu sein. Stellantis verfügt bereits über Fertigungsaktivitäten in den USA, darunter 34 Fertigungsstätten, Ersatzteillager und Forschungs- und Entwicklungsstandorte in 14 Bundesstaaten. Im Oktober 2025 kündigte Stellantis Pläne an, bis 2029 13 Milliarden US-Dollar zu investieren, um sein Geschäft auf dem US-Markt auszubauen.
Branchenbeobachter gehen davon aus, dass diese potenzielle Transaktion JLR helfen könnte, die negativen Auswirkungen der Zölle auszugleichen. Diese Zusammenarbeit ist das jüngste Beispiel in einer Reihe von Transaktionen europäischer Automobilhersteller (darunter Ford und Renault), die darauf abzielen, Verluste angesichts der doppelten Krise durch Zölle und chinesische Wettbewerber zu minimieren.
Das Solihull-Werk von JLR erstreckt sich über eine Fläche von 300 Acres und ist die Flaggschiff-Fertigungsstätte des Unternehmens, in der Modelle wie der Land Rover Discovery, der Range Rover und der Range Rover Sport hergestellt werden. JLR produziert auch im Halewood-Werk in Merseyside sowie in der Slowakei und unterhält Werke in China und Indien in Zusammenarbeit mit Chery bzw. Tata. JLR operiert derzeit im Rahmen seiner „Reimagine"-Strategie, die eine Vision zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen bis 2039 umfasst, wobei die strategischen Säulen Modern Luxury, Elektrifizierung, Nachhaltigkeit und Unternehmen sind.
PB Balaji wurde im November 2025 zum CEO von JLR ernannt. Zuvor war er CFO von Tata und ist ein globaler Finanzexperte mit fast dreißig Jahren Erfahrung im Unternehmensbereich. JLR-CFO Richard Molyneux bekleidet diese Position seit Juli 2023 und war zuvor über sechs Jahre lang als Director of Operational Finance tätig. Nigel Blenkinshop ist COO von JLR und war zuvor bei Ford und BAE Systems tätig. Eine seiner wichtigsten Prioritäten ist die Sicherstellung einer robusten, nachhaltigen End-to-End-Lieferkette, die als Teil der vernetzten Industriestrategie funktioniert.
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