Spanischer Pilot absolviert weltweit ersten Flug mit Feststoffbatterie-Elektroflugzeug
2026-06-21 15:59
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de.wedoany.com-Bericht: Der spanische Pilot Miguel Iturmendi startete mit dem Elektroflugzeug „Helios Horizon“ vom Flughafen Zephyrhills in Florida und absolvierte den weltweit ersten Flug eines bemannten Flugzeugs, bei dem flüssigkeitsfreie Feststoffbatterien die herkömmliche chemische Energiespeicherung ersetzten.

Ein Pilot fliegt mit einer Feststoffbatterie anstelle von flüssigem Lithium erfolgreich über den Himmel Floridas und eröffnet mit beispielloser Energieeffizienz die Tür zu emissionsfreien kommerziellen Flügen.

Die Gewichtsbeschränkungen herkömmlicher Lithium-Ionen-Batterien haben den praktischen kommerziellen Linienbetrieb von Elektroflugzeugen lange Zeit eingeschränkt. Feststoffbatterien verwenden Materialsysteme, die bei Stößen und Temperaturschwankungen stabiler sind, das Brandrisiko eliminieren und die Reichweite deutlich erhöhen. Bei diesem Flug wurde die ursprüngliche 260 Wh/kg-Batterie der „Helios Horizon“ durch eine Feststoffbatterie mit einer Energiedichte von 410 Wh/kg ersetzt, was einer Leistungssteigerung von 60 % entspricht. Das Ingenieurteam erwartet, dass dieser Wert in den nächsten zwei Jahren um weitere 40 % steigen wird.

Beim Laden kann das Elektroflugzeug mit einer handelsüblichen Wechselstromsteckdose in weniger als 15 Minuten 80 % seiner Kapazität wiederherstellen. Die in die Flügel integrierten Photovoltaikzellen können während des Fluges Hilfsenergie für den Motor liefern. Darüber hinaus fungiert der Propeller während der Gleit- und Sinkflugphasen als Windgenerator und speist Energie zurück in das Energiespeichersystem. Iturmendi erklärte, dass dieses regenerative Flugdesign die Reichweite erheblich erhöhen könne.

Das technische Team modifizierte einen „Pipistrel Taurus“-Motorsegler als Basis und rüstete ihn mit einem thermodynamischen Kontrollsystem, einem Batteriemanagementsystem und verlängerten Flügeln aus. Derzeit hält dieses Flugzeug in seiner Klasse den Höhenrekord von 24.000 Fuß (ca. 7.300 Meter).

Am 5. Juni startete der spanische Pilot Miguel Iturmendi mit dem Elektroflugzeug „Helios Horizon“ vom Flughafen Zephyrhills in Florida.

Der Arbeitsplan umfasst die Durchführung eines Zielflugs noch in diesem Jahr, um eine Höhe von 40.000 Fuß (über 12 Kilometer) zu erreichen – eine Höhe, die mit der derzeitigen Reiseflughöhe kommerzieller Passagierfluggesellschaften vergleichbar ist. Iturmendi erklärte, dass diese Validierung den Weg für die erforderlichen regulatorischen Standards und das operative Vertrauen der Industrie ebne und erstmals eine Batterietechnologie biete, die die für die kommerzielle Elektroluftfahrt erforderliche Reichweite und Ladezeit bei gleichzeitiger Erfüllung der öffentlichen Sicherheitsanforderungen liefere.

Im Bereich der Elektroluftfahrt schreiten auch andere Projekte voran. Das chinesische Unternehmen EHang testet sein zweisitziges autonomes Modell EH216-S mit Lithium-Metall-Batterien von Inx Energy, das bei einer Energiedichte von 480 Wh/kg eine Flugdauer von 48 Minuten erreicht. Der Hersteller CATL entwickelt eine 500 Wh/kg-Kondensationsbatterie für den Luftverkehr.

Diese Feststoffbatterietechnologie reduziert das thermische Risiko und ermöglicht ein schnelles Aufladen in nur fünfzehn Minuten.

Im Logistikbereich liefert Factorial Energy Feststoffbatterien für die Frachtdrohnen von Avidrone Aerospace. Airbus und die Renault Group unterhalten eine Forschungsvereinbarung mit dem Ziel, die Energiedichte von mittel- und langstreckentauglichen Hybrid- und Elektroflugzeugen bis 2030 zu verdoppeln. Derzeit befinden sich alle Branchenprojekte in der experimentellen Demonstrationsphase und warten auf die Zertifizierung durch die Luftsicherheitsbehörden. Der Flug der „Helios Horizon“ hat die entsprechenden Fortschritte jedoch aus dem Labor in die reale, bemannte Anwendungsumgebung gebracht.

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