de.wedoany.com-Bericht: Die fünf größten japanischen Hersteller von Chip-Ausrüstungen verzeichneten im Geschäftsjahr bis zum 31. März einen gemeinsamen Umsatzrückgang von rund 10 % im Vergleich zum Vorjahr – der erste Rückgang dieser Kennzahl seit Beginn der Aufzeichnungen. Hinter dieser Veränderung steht das Ergebnis der kontinuierlichen Lokalisierungsstrategie Chinas im Bereich der Halbleiterausrüstung.
China war lange Zeit einer der größten Exportmärkte für japanische Chip-Ausrüstungen. Mit der Verschärfung des Technologiewettbewerbs zwischen den USA und China sowie der Vertiefung der chinesischen Importersatzpolitik hat sich die Exportstruktur jedoch deutlich verändert.

Besonders stark war der Rückgang der Exporte nach China bei Unternehmen wie Tokyo Electron, Screen Holdings und Disco. So sanken die Einnahmen von Tokyo Electron auf dem chinesischen Markt von 279,4 Milliarden Yen auf 175,5 Milliarden Yen, und der Anteil der China-Erlöse am Gesamtumsatz des Unternehmens ging ebenfalls zurück. Gleichzeitig konnten Aufträge aus Südkorea und Taiwan, die aktiv in fortschrittliche Chip-Prozesse und Künstliche Intelligenz-Infrastruktur investieren, die Verluste in China teilweise ausgleichen.
Hintergrund der Exportbeschränkungen sind die ab 2023 gemeinsam mit den USA und den Niederlanden von Japan umgesetzten Exportkontrollmaßnahmen. Diese Maßnahmen betreffen eine Vielzahl von Chip-Ausrüstungen und verlangen von den Lieferanten die Beantragung von Exportlizenzen. Obwohl sie nicht explizit auf China abzielen, reagierte der chinesische Markt am empfindlichsten.
Angesichts der externen Beschränkungen beschleunigen chinesische Halbleiterausrüstungsunternehmen ihre Eigenentwicklung, um die Abhängigkeit von importierten Geräten zu verringern, und erhöhen damit den Wettbewerbsdruck auf ausländische Anbieter.
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