Japan erhebt ab nächstem Monat vorläufige Anti-Dumping-Zölle von bis zu 45 % auf Edelstahl aus dem chinesischen Festland und Taiwan
2026-06-22 15:47
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Der japanische Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie, Ryōsei Akazawa, gab am 19. Juni 2026 offiziell bekannt, dass die japanische Regierung vorläufig festgestellt hat, dass aus dem chinesischen Festland und Taiwan importierte nickelhaltige kaltgewalzte Edelstahlbleche, -platten und -bänder zu Dumpingpreisen verkauft werden und der japanischen Inlandsindustrie einen erheblichen Schaden zufügen. Japan wird ab Juli 2026 voraussichtlich vorläufige Anti-Dumping-Zölle auf die genannten Produkte erheben, wobei der höchste Zollsatz für Produkte aus dem chinesischen Festland bei etwa 45 % und für Produkte aus Taiwan bei etwa 21 % liegt.

Die Anti-Dumping-Untersuchung begann am 22. Juli 2025, nachdem vier japanische Stahlunternehmen – Nippon Steel, JFE Steel, Kobe Steel und Nakayama Steel Works – am 12. Mai 2025 gemeinsam einen Antrag gestellt hatten. Die betroffenen Produkte umfassen nickelhaltige kaltgewalzte Edelstahlbleche und -platten, die häufig in Alltagsgegenständen wie Löffeln und Gabeln sowie in Industrieprodukten wie Eisenbahnwaggons verwendet werden. Die Untersuchung des japanischen Finanzministeriums ergab, dass die Verkaufspreise dieser Importprodukte auf dem japanischen Markt 20 % bis 40 % unter den lokalen Marktpreisen im chinesischen Festland und in Taiwan liegen.

Nach Angaben des japanischen Stahlverbands machen Stahlprodukte aus dem chinesischen Festland etwa 20 % der gesamten japanischen Stahlimporte aus, während Taiwan etwa 17 % beisteuert. Südkorea ist mit einem Anteil von 62 % Japans größtes Stahlimportland. Das japanische Finanzministerium wird am 23. Juni eine Sitzung des Zoll- und Devisenausschusses einberufen, um über die formelle Einführung von Anti-Dumping-Zöllen zu beraten. Bei Zustimmung könnten die vorläufigen Zölle bereits im Juli in Kraft treten und für maximal vier Monate gelten. Um die Gründlichkeit der Untersuchung zu gewährleisten, hat die japanische Regierung die endgültige Untersuchungsfrist um vier Monate bis zum 21. November 2026 verlängert, während der die betroffenen Hersteller Einwände erheben können.

Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.

E-Mail: news@wedoany.com