Ausbau der europäischen Stromnetzverbünde kann 27 TWh erneuerbare Energie freisetzen
2026-06-23 10:38
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de.wedoany.com-Bericht: Die Aurora Energy Research GmbH weist in ihrem Bericht „Europe‘s Energy Trilemma Rewired: Wie Netzinvestitionen Dekarbonisierung, Energiesicherheit und Bezahlbarkeit unterstützen" darauf hin, dass ein verstärkter Verbund der europäischen Stromnetze 27 Terawattstunden (TWh) erneuerbare Stromerzeugung freisetzen und Emissionen reduzieren kann.

Dem Bericht zufolge wurden im Jahr 2024 in einigen europäischen Märkten aufgrund von Netzengpässen 5 bis 10 Prozent der erneuerbaren Energien abgeregelt. Eine Erhöhung der grenzüberschreitenden Verbundkapazität um 25 Prozent könnte bis 2040 zusätzlich 27 TWh Solar- und Windstrom erzeugen, was die Gasverstromung um etwa 35 TWh (8 Prozent) reduzieren und 16,3 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen vermeiden würde.

Die Modellierung von Aurora zeigt zudem, dass die Abregelungsmengen in Großbritannien, Deutschland, Spanien und Italien bis 2030 ohne eine Schließung der Lücke zwischen dem Ausbau erneuerbarer Energien und dem Netzausbau auf das Doppelte steigen könnten, was die Klimaziele gefährden würde.

Im Jahr 2024 erreichte das Engpassmanagement 72 TWh, wobei Länder wie Irland und Polen die Einspeisung erneuerbarer Energien aufgrund von Netzrestriktionen kürzten. Verzögerungen bei Netzinvestitionen könnten die langfristigen Systemkosten erheblich erhöhen; in einem Verzögerungsszenario werden die Engpasskosten in Großbritannien bis 2060 voraussichtlich auf das Siebenfache steigen.

Frederik Beelitz, Leiter der Beratung für die Region Deutschland, Österreich und Schweiz bei Aurora Energy Research, erklärte, dass die Stromnetze ein entscheidender Treiber für die Klima- und Energieziele Europas seien. Rechtzeitige Investitionen in die Netz-infrastruktur und grenzüberschreitende Verbünde könnten erheblich mehr erneuerbare Energien freisetzen, die Stromsicherheit erhöhen und Emissionen senken. Verzögerte Investitionen könnten die Transformation teurer und schwieriger umsetzbar machen und gleichzeitig zu steigenden Kosten durch Netzengpässe und Ineffizienz im Stromsystem führen.

Maxine Ghavi, Leiterin der Region Europa bei Hitachi Energy, betonte, dass ein widerstandsfähiges, vernetztes und flexibles Stromnetz das Rückgrat einer sicheren, nachhaltigen und bezahlbaren Stromversorgung sei, das für die Förderung der Wirtschaft und die Sicherung der Gesellschaft von entscheidender Bedeutung sei. Während Europa die Energiewende fortsetze und das Energietrilemma auf ausgewogene Weise angehe, sei es wichtig, die relevanten Technologien mit Geschwindigkeit und im großen Maßstab einzusetzen.

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