de.wedoany.com-Bericht: Shinsung E&G gab am 22. Juni bekannt, dass das Unternehmen für die Teilnahme an einem staatlich geförderten Projekt zur Entwicklung von Solarmodulen für den Offshore-Einsatz ausgewählt wurde.
Das vollständige Projekt trägt den Titel „Entwicklung und Demonstration von hochbeständigen Solarmodulen für die Meeresumgebung". Ziel ist die Entwicklung hochbeständiger Solarmodule für den Einsatz in Meeresumgebungen, die Durchführung eines Demonstrationsbetriebs im Binnenmeer von Saemangeum sowie die Erlangung der koreanischen Industriestandard-Zertifizierung (KS). Die Projektlaufzeit beträgt 36 Monate, von April 2026 bis März 2029, bei einem Gesamtbudget von 12,9 Milliarden Won, das 9 Milliarden Won an staatlichen Zuschüssen und rund 3,9 Milliarden Won an privaten Mitteln umfasst.

Das Projekt wird vom Ministerium für Klima, Energie und Umwelt (Ministry of Climate, Energy and Environment) überwacht und von einem Konsortium aus 12 Organisationen aus Industrie, Wissenschaft und Forschung durchgeführt. Shinsung E&G ist für die Entwicklung der Prozesstechnologie verantwortlich und wandelt die Forschungsergebnisse der Partner in den Bereichen Materialien und Komponenten in kommerzialisierbare Solarmodule um.
Durch die Teilnahme an diesem Projekt plant Shinsung E&G, die Kommerzialisierung des Offshore-Solarenergiemarktes voranzutreiben. Das Unternehmen weist darauf hin, dass das Potenzial für die Installation erneuerbarer Energien in den inneren Küstengewässern und Rückhaltebecken Koreas auf etwa 10,2 Gigawatt (GW) geschätzt wird, die entsprechende Nutzung jedoch aufgrund des Mangels an erprobter Offshore-Solarmodultechnologie noch sehr begrenzt ist.
Neben dem Offshore-Solarprojekt ist Shinsung E&G auch an zwei weiteren staatlich geförderten Projekten beteiligt. Diese umfassen die Entwicklung eines auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Lebenszyklusmanagementsystems für das Recycling und die Wiederverwendung von Solarmodulen sowie die Entwicklung von Modulherstellungstechnologien unter Verwendung von Niedertemperaturprozessen und Null-Busbar-Zellen.
Das Projekt zum Lebenszyklusmanagement von Solarmodulen beinhaltet die Integration von RFID-Tags (Radio-Frequency Identification) in die Module und die Nutzung von KI-Technologie zur Verfolgung von Installations-, Wartungs- und anderen Lebenszyklusdaten. Das Unternehmen gibt an, dass diese Technologie die Recyclingeffizienz von Solarmodulen verbessern wird.
Das Niedertemperaturprozess-Projekt konzentriert sich auf die Modultechnologie für Perowskit-Tandem-Kristallsilizium-Solarzellen, eine Photovoltaik-Technologie der nächsten Generation. Da Perowskit-Tandemsolarzellen hitzeempfindlich sind, ist ein Niedertemperatur-Montageprozess entscheidend. Die Null-Busbar-Technologie ersetzt die üblicherweise auf Solarmodulen verwendeten dicken Silber-Busbars durch feinere leitfähige Strukturen, wodurch Kosten gesenkt und die Stromerzeugungseffizienz erhöht werden.
Shinsung E&G erklärt, dass die aktuellen Forschungs- und Entwicklungsprojekte darauf abzielen, sich auf Märkte vorzubereiten, die in drei bis fünf Jahren entstehen könnten. In Abstimmung mit staatlichen Plänen wie dem Ausbau erneuerbarer Energien auf 100 Gigawatt, den CO2-Neutralitätszielen und dem Recycling ausgedienter Solarmodule möchte das Unternehmen einen Fahrplan für die zukünftige Ausrichtung der Solarindustrie vorschlagen.
Shinsung E&G stieg 2008 in das Solarzellengeschäft ein und hat in den Bereichen Solarmodule, Engineering-Beschaffung-Bau (EPC)-Dienstleistungen für Solarkraftwerke sowie integrierte Lösungen zur Unterstützung der RE100-Initiative (Renewable Energy 100) fast 20 Jahre Erfahrung gesammelt.
In jüngster Zeit hat das Unternehmen seine Produktpalette um gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV), farbige Fassaden-Solarmodule unter der Marke „Solar Skin", Agri-Photovoltaik-Systeme sowie speziell für Meeresumgebungen entwickelte Module erweitert, um verschiedenen Installationsbedingungen und Kundenanforderungen gerecht zu werden.
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