de.wedoany.com-Bericht: Das US-amerikanische SunZia-Übertragungsleitungsprojekt ist kürzlich vollständig in Betrieb genommen worden. Die rund 550 Meilen lange Leitung mit einer Kapazität von 3 Gigawatt verbindet neue Windparks in New Mexico mit den energiehungrigen Regionen Arizona und Kalifornien. Der Projekteigentümer Pattern Energy Group gab am 18. Juni die offizielle Inbetriebnahme bekannt und betonte, dass das Projekt mehr Strom erzeugen und übertragen könne als der Hoover-Staudamm.
Die Planung des SunZia-Projekts reicht bis ins Jahr 2006 zurück und wurde erstmals von der Southwestern Power Group vorgeschlagen. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 80 Milliarden US-Dollar. Die Trasse verläuft durch Bundes-, Staats- und Privatland. Im Jahr 2023 sicherte sich Pattern Energy im Rahmen der Green Loan Principles eine Finanzierung in Höhe von 11 Milliarden US-Dollar. Im selben Jahr begann der offizielle Bau, und im April wurde ein koordinierter Probebetrieb mit dem aus 916 Turbinen bestehenden SunZia-Windpark in New Mexico aufgenommen.
Neben der direkten Stromversorgung Arizonas speist SunZia auch Windenergie aus New Mexico in das kalifornische Stromnetz ein, vor allem für die Region San Francisco. Hunter Armistead, CEO von Pattern Energy, erklärte, das Projekt setze neue Maßstäbe für künftige ähnliche Energieinfrastrukturprojekte.
Das Schweizer Unternehmen Hitachi Energy liefert die Kern-Technologie für diese Leitung. SunZia nutzt die auf spannungsgesteuerten Umrichtern (VSC) basierende HVDC Light®-Technologie von Hitachi Energy, die mit fortschrittlicher Leistungselektronik eine präzise Steuerung von Spannung und Leistungsfluss ermöglicht. Die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ) hat eine Spannungsebene von ±525 Kilovolt und gehört zu den größten Projekten dieser Art in den USA. Das System ist zudem mit ultraschnellen AC-Choppern ausgestattet, um die Netzstabilität zu schützen und auf unerwartete Ereignisse wie Wetterunterbrechungen zu reagieren.
Hitachi Energy ist bereits im Bereich HGÜ-Projekte aktiv. Seine Technologie stützt auch die Champlain Hudson Power Express-Übertragungsleitung, die New York City und die Metropolregion mit Wasserkraftressourcen aus Québec verbindet und inzwischen bis zu 20 % des Energiebedarfs der Metropolregion New York deckt. Die Gouverneurin des Staates New York, Kathy Hochul, feierte kürzlich die offizielle Inbetriebnahme dieser Übertragungsleitung.
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