Schottlands BIM-Prozess erreicht wichtigen Meilenstein: 7,5-Milliarden-Pfund-Projekt setzt auf strukturiertes Informationsmanagement
2026-06-24 11:51
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de.wedoany.com-Bericht: Einem neuen Bericht zufolge sollte Schottland auf den Erfolgen seiner Anwendung von Building Information Modelling (BIM) aufbauen, um Daten besser für die Verbesserung von Planung, Bau und Betrieb öffentlicher Gebäude zu nutzen.

Der Bericht mit dem Titel „Schottlands Weg zu einem digitalen öffentlichen Bestand“ (Scotland’s journey to a public sector digital estate) wurde von der Infrastruktureinrichtung Scottish Futures Trust in Auftrag gegeben und von der Beratungsfirma Okana erstellt. Er zieht Bilanz über die Fortschritte Schottlands bei der Einführung von BIM in den letzten zehn Jahren und stellt fest, dass BIM und strukturiertes Informationsmanagement zunehmend in Bauprojekte des öffentlichen Sektors integriert werden, was Projektteams hilft, effektiver zusammenzuarbeiten, Fehler zu reduzieren und Entscheidungen zu verbessern. Digitale Werkzeuge ermöglichen es Planern und Bauunternehmen zudem, Konzepte vor Baubeginn zu testen und zu verfeinern.

Die Studie zeigt jedoch auch, dass die Fortschritte bei öffentlichen Vermögenswerten uneinheitlich sind. Viele Organisationen haben die Digitalisierung angenommen, während andere weiterhin vor Herausforderungen stehen, wenn es darum geht, Informationsmanagement in ihren täglichen Betrieb zu integrieren. Der Bericht sieht die größte Chance derzeit in der Betriebsphase von Gebäuden und Infrastruktur. Informationen, die während der Planungs- und Bauphase gesammelt werden, gehen nach der Projektübergabe oft verloren, werden dupliziert oder sind schwer zugänglich.

Ryan Tennyson, stellvertretender Direktor des Scottish Futures Trust, erklärte, der BIM-Prozess in Schottland habe einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die Branche habe gezeigt, was durch die Kombination klarer Standards, starker Führung und Zusammenarbeit erreicht werden könne. Die Herausforderung bestehe nun darin, sicherzustellen, dass die während der Bauphase erstellten Informationen den Eigentümern und Betreibern auch nach der Inbetriebnahme des Gebäudes langfristig dienen. Bessere Informationen bedeuteten bessere Entscheidungen, leistungsfähigere Vermögenswerte und einen höheren Wert für den öffentlichen Sektor. Er erwähnte, dass vernetzte digitale Vermögenswerte einen praktikablen Weg nach vorne böten, um Organisationen zu helfen, vorhandene Informationen optimal zu nutzen und gleichzeitig eine solidere Grundlage für künftige Investitionen zu schaffen.

Der Bericht betont, dass bereits Bauprojekte des öffentlichen Sektors im Wert von rund 7,5 Milliarden Pfund mit strukturierten Informationsmanagementmethoden abgewickelt wurden. Er kommt zu dem Schluss, dass Schottland gut positioniert sei, um auf diesen Fortschritten aufzubauen, warnt jedoch, dass weitere Fortschritte von Investitionen der Organisationen in Qualifikationen, Führung und Governance abhängen, während gleichzeitig sichergestellt werden müsse, dass Informationsmanagement ein fester Bestandteil der täglichen Verwaltung öffentlicher Vermögenswerte werde und nicht auf einzelne Projekte beschränkt bleibe.

Melanie Robinson, Strategiedirektorin bei Okana, ergänzte, Schottland habe bereits erreicht, was viele andere Länder noch anstrebten: die Umwandlung des digitalen Informationsmanagements von einer Nischenanforderung in eine echte Priorität des öffentlichen Sektors. Die nächste große Chance liege in den bestehenden Gebäuden und darin, die Informationen über vorhandene Vermögenswerte in eine Form zu bringen, die von den Asset-Teams tatsächlich genutzt werden könne – mit klarer Zuständigkeit, realistischer Ressourcenzuweisung und der Disziplin, Aufzeichnungen langfristig zu pflegen. Dies sei die praktische Bedeutung vernetzter digitaler Vermögenswerte, und da die Grundlagen bereits gelegt seien, sei dies durchaus erreichbar.

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