de.wedoany.com-Bericht: Die Regierung des brasilianischen Bundesstaates Minas Gerais gab am 23. Juni 2026 bekannt, dass sie 600 Millionen Brasilianische Real (etwa 120 Millionen US-Dollar) in die Verbesserung der Infrastruktur von Straßen im Osten des Bundesstaates investieren wird. Diese Mittel stammen aus der Privatisierungstransaktion des staatlichen Wasserversorgungsunternehmens Copasa (Companhia de Saneamento de Minas Gerais) und werden in den nächsten fünf Jahren schrittweise bereitgestellt.
Copasa ist das größte Wasser- und Abwasserentsorgungsunternehmen in Minas Gerais, an dem die Landesregierung zuvor 50,3 % der Anteile hielt. Anfang Juni 2026 schloss die Landesregierung die Privatisierung des Unternehmens ab, mit einem Gesamttransaktionsvolumen von 8,4 Milliarden Brasilianischen Real. Die Privatisierung erfolgte über eine Aktienemission auf dem lokalen Markt für variable Verzinsung. Nach Abschluss der Transaktion erwarb der brasilianische Energie- und Infrastrukturkonzern Equatorial Energia für 5,59 Milliarden Brasilianische Real 30 % der Anteile an Copasa und wurde zum Referenzaktionär des Unternehmens. Die Investmentfondsgesellschaft Perfin erhöhte ihren Anteil von 15 % auf 20 %. Die Landesregierung behielt 5 % der Anteile.
Minas Gerais ist einer der flächenmäßig größten Bundesstaaten Brasiliens und verfügt über reiche Bodenschätze. Sein Straßennetz ist für den Transport von Massengütern wie Eisenerz von entscheidender Bedeutung. Diese Straßeninvestition ist eine konkrete Maßnahme der Landesregierung, um mit den Erlösen aus der Privatisierung die Infrastruktur zu verbessern und die regionale Wirtschaftsentwicklung zu fördern. Die Landesregierung erklärte, dass die Mittel für die Instandhaltung und den Ausbau mehrerer Autobahnen im Osten des Bundesstaates verwendet werden. Der Abschluss der Copasa-Privatisierung markiert einen wichtigen Schritt des Bundesstaates Minas Gerais bei der Marktorientierung staatlicher Vermögenswerte. Es wird erwartet, dass der Einstieg von Equatorial Energia Copasa neue Managementerfahrungen und Investitionsmöglichkeiten bringt. Die Ankündigung dieses Straßeninvestitionsplans ist ein typisches Beispiel dafür, dass die Erlöse aus der Privatisierung in die Infrastruktur zurückfließen, und bietet auch anderen brasilianischen Bundesstaaten ein Referenzmodell für die Veräußerung staatlicher Vermögenswerte.
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