de.wedoany.com-Bericht: AhnLab CloudMate hat auf der „2026 AI Cloud Conference“ in Seoul die generative KI-Sicherheitslösung SecureBridge vorgestellt, die auf einer agentenlosen Architektur basiert und darauf abzielt, durch KI verursachte Datenlecks zu kontrollieren.

Choi Gwang-ho, Chief Technology Officer (CTO) von AhnLab CloudMate, erklärte auf der am 24. im EL Tower in Seouls Bezirk Yangjae-dong stattfindenden Konferenz, dass KI zu einem neuen Datenkanal geworden sei und der Schlüssel zur Sicherheit in der Kontrolle von Datenlecks durch KI liege. Er verwies auf Statistiken, wonach 30 % der Berufstätigen bereits vertrauliche Informationen in KI eingegeben hätten, während unternehmensinterne Analysen zeigten, dass die Zahl der mit generativer KI verbundenen Datenlecks im Jahresvergleich um das 2,5-fache gestiegen sei.
CTO Choi Gwang-ho ist der Ansicht, dass traditionelle Sicherheitsansätze durch mehrschichtige Abwehrsysteme interne Daten blockieren und externe Datenabflüsse kontrollieren, während Datenlecks bei großen Sprachmodellen (LLMs) sowohl aus der Eingabe- als auch aus der Ausgabeperspektive einheitlich gesteuert werden müssten. AhnLab CloudMate hat daher die „Guardian Architecture“ entwickelt, die den Prozess von der Eingabe bis zur endgültigen Antwort als einen Ablauf definiert, mit dem LLM als Zentrum den gesamten Eingabe- und Ausgabebereich steuert und sich an den Konzepten des Policy Enforcement Point (PEP) und Policy Decision Point (PDP) aus der Zero-Trust-Architektur orientiert, um in einem unabhängigen Bereich über Zulassung oder Blockierung zu entscheiden und diese Entscheidung dann an den Eingabe- und Ausgabebereich weiterzuleiten.
Die auf der Guardian Architecture basierende SecureBridge-Lösung zeichnet sich durch ihre „Agentenlosigkeit“ aus. CTO Choi Gwang-ho erklärte, dass Agentenprogramme normalerweise installiert werden und in das Betriebssystem (OS) eingreifen müssten, um andere Programme zu steuern. Da die Hauptstruktur generativer KI jedoch in der Kommunikation mit externen Servern bestehe und – außer bei On-Device-KI – keine Auswirkungen auf Endpunkte habe, könne eine agentenlose Struktur dennoch die Sicherheit erhöhen.
SecureBridge verwendet eine agentenlose Struktur, die die Benutzeroberfläche nicht beeinträchtigt und den Aufwand für den Zugriff auf bestimmte Websites oder die Installation von Anwendungen zur KI-Sicherheit reduziert. Sie kann die Weitergabe von persönlichen, sensiblen und vertraulichen Informationen über generative KI kontrollieren und Prompt-Injection-Angriffe durch bösartige Anweisungen blockieren. Administratoren können mit dieser Lösung den Verlauf von Prompts überwachen und sammeln, die KI-Nutzung im Unternehmen überprüfen und feststellen, ob nicht autorisierte „Shadow AI“ verwendet wird. SecureBridge verfügt über Informationen zu 1.200 KI-Diensten und kann nicht autorisierte KI kontrollieren und blockieren. Bis Ende 2026 sollen voraussichtlich Informationen zu etwa 100 weiteren KI-Diensten unterstützt werden.
CTO Choi Gwang-ho erklärte, dass die von Unternehmen genutzte generative KI nahezu in einem Sicherheitsvakuum stecke und mehrschichtige sowie spezifische Lösungen für KI erforderlich seien, um Risiken zu reduzieren. Er erwarte, dass SecureBridge ein erster Schritt zur Verhinderung von Datenlecks durch generative KI sein werde.
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