de.wedoany.com-Bericht: Der regionale Betreiber Carolina West Wireless (CCW) hat den Verkauf seines drahtlosen Netzes an Verizon angekündigt und wird seine drahtlosen Dienste zum 30. September einstellen. Die Transaktion betrifft CCWs eigene Postpaid-Mobildienste, die Prepaid-Marke Bark Mobile sowie den Festnetz-Funkzugangsdienst (FWA) Clearstream.

CCW erklärte, dass Kunden die Dienste bis zum 30. September 2026 weiter nutzen können, jedoch ihre Konten und entsprechenden Rufnummern bis dahin zu Verizon oder einem anderen Betreiber übertragen müssen. CCW empfiehlt den Kunden ausdrücklich, sich für Verizon zu entscheiden, das ab dem 1. Juli in allen CCW- und Bark-Mobile-Filialen vertreten sein wird. Laut den FAQ von Bark Mobile zu dieser Transaktion erhalten Kunden, die vor dem 30. September zu Verizon wechseln, für 36 Monate eine monatliche Gutschrift von 15 US-Dollar auf ausgewählte unbegrenzte Tarife von Verizon. CCW gab an, dass die meisten Mobilgeräte der Kunden mit dem Verizon-Netz kompatibel sein sollten.
CCW ist seit 35 Jahren in den ländlichen Hauptregionen North Carolinas tätig. Das Unternehmen erklärte, dass der Wechsel zu Verizon es den Kunden ermögliche, von „größeren Netzinvestitionen“ zu profitieren und der Region „zukunftssichere Konnektivität“ zu bieten. Auf seiner Website schrieb CCW, dass diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen wurde, sondern ein klares Priorität widerspiegele: sicherzustellen, dass Kunden und Gemeinden jetzt und in Zukunft die beste Konnektivität erhalten. CCW-CEO Slayton Stewart erklärte in einer Stellungnahme, dass die drahtlose Branche zunehmend größere Maßstäbe und Investitionen erfordere, um die nächste Generation von Konnektivität bereitzustellen, und dass Kunden von kontinuierlicher Innovation, mehr Ressourcen und Netzwerkleistung profitieren würden.
CCW wurde 1991 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Wilkesboro, North Carolina, und gehört einer Partnerschaft aus Skyline Telephony und Surry Telephone. Das Dienstgebiet umfasst Städte wie Hickory, Taylorsville, Marion, Hendersonville, Lenoir und Kings Mountain. Jeff Moore, Leiter von Wave7 Research, gab an, dass CCW bis 2015 knapp unter 70.000 Nutzer hatte.
Moore erklärte, dass Verizon neben dem Erwerb der Netzinfrastruktur auch Zugangsrechte zu den von CCW betriebenen und besessenen Sendemasten erhalte, was die Abdeckung in der Region verbessere. Auf der anderen Seite hätten CCW-Kunden Anspruch auf die Vorteile eines nationalen Betreibers, darunter neuere Tarifpakete und gebündelte Dienste. Der Verkauf bedeute jedoch auch, dass den Nutzern in der Region eine Wettbewerbsoption weniger zur Verfügung stehe.
Diese Transaktion erfolgt weniger als ein Jahr nachdem T-Mobile die Übernahme von UScellular abgeschlossen hat. Moore wies darauf hin, dass CCW kein mobiler virtueller Netzbetreiber sei, sondern ein lokaler Austauschanbieter, der in das Mobilfunkgeschäft einsteigen wollte. Ähnlich wie andere regionale Betreiber betreibe CCW ein eigenes Netz und besitze Frequenzen, sei jedoch für die nationale Abdeckung auf andere Betreiber angewiesen. Moore bestätigte, dass diese Transaktion die ohnehin knappe Zahl regionaler Mobilfunkbetreiber weiter reduziere. Nach dem Rückzug von CCW verblieben Betreiber wie C Spire, GCI, Cellcom, Union Wireless, Appalachian Wireless und Viaero Wireless. Moore hatte bereits 2024 behauptet, dass regionale Betreiber mit dem Abschluss von Transaktionen durch Betreiber wie Bluegrass Cellular (Kentucky), West Central Wireless (Texas), Indigo Wireless (Pennsylvania), Pioneer Cellular (Oklahoma), IV Cellular (Illinois), Chat Mobility (Iowa) und Chariton Valley Wireless (Missouri) dem Untergang geweiht seien.
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