Brasilianische EPE-Studie empfiehlt Freigabe von bis zu 4 GW sauberer Energiekapazität im Nordosten
2026-06-25 11:38
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de.wedoany.com-Bericht: Die brasilianische Energie-Forschungsgesellschaft (EPE) weist in einer ihrer prospektiven Studien darauf hin, dass das Übertragungssystem in der nordöstlichen Region Brasiliens ab 2032 zusätzlich bis zu 4 Gigawatt (GW) an Großverbrauchern aufnehmen kann, wodurch Aufnahmekapazitäten für neue Industrieprojekte wie Rechenzentren und grünen Wasserstoff freigesetzt werden. Diese Region konzentriert eines der größten Potenziale für erneuerbare Energien des Landes.

Canal Solar - EPE-Studie empfiehlt Freigabe von bis zu 4 GW Kapazität für neue Projekte sauberer Energie im Nordosten

Der Bericht mit dem Titel „Prospektive Studie zur Einführung stromintensiver Lasten im Nordosten" wurde von der EPE erstellt, um das brasilianische Ministerium für Bergbau und Energie (MME) bei künftigen Entscheidungen zum Ausbau der elektrischen Infrastruktur technisch zu unterstützen. Die Studie konzentriert sich auf die Bewertung von Netzerweiterungsoptionen in Pecém (Bundesstaat Ceará) und Parnaíba (Bundesstaat Piauí), zwei Regionen, die sich zu Hotspots für neue Industrieinvestitionen im Zusammenhang mit der Energiewende entwickeln.

Die EPE schlägt keine einmalige vollständige Expansion vor, sondern empfiehlt eine skalierbare Konfiguration, die es ermöglicht, Investitionen schrittweise entsprechend dem tatsächlichen Fortschritt der Verbrauchsprojekte zu tätigen. Diese Lösung zielt darauf ab, Lasten in beliebiger Kombination zwischen den beiden Regionen aufzunehmen, mit einer Gesamtobergrenze von 4 GW. Diese schrittweise Entwicklung kann das Risiko eines übermäßigen Netzausbaus verringern, den vorzeitigen Bau unnötiger Anlagen vermeiden und gleichzeitig Planungsflexibilität bieten, um der Unsicherheit hinsichtlich des Umsetzungstempos von Wasserstoffwirtschafts- und digitalen Infrastrukturprojekten zu begegnen.

Um den Anschluss neuer Verbraucher zu ermöglichen, analysierte die EPE 12 Optionen für den Ausbau des Übertragungssystems und wählte dann die empfohlene Lösung aus. Die empfohlenen Baumaßnahmen umfassen: den Bau eines neuen 500-kV-Umspannwerks Pecém IV in der Nähe der bestehenden Umspannwerke Pecém II und Pecém III sowie den Bau von 1.848 km neuen 500-kV-Übertragungsleitungen, die die Bundesstaaten Rio Grande do Norte, Ceará und Piauí verbinden. Diese Arbeiten werden nicht nur die Versorgungskapazität für neue Verbraucher erweitern, sondern auch bestehende Engpässe zwischen den Übertragungssystemen der beiden direkt begünstigten Bundesstaaten beseitigen. Laut EPE kann diese Konfiguration bei hoher lokaler Wind- und Solarenergieerzeugung einen zusätzlichen Anschluss von 4 GW ermöglichen und die Aufnahmefähigkeit der Region für erneuerbare Energien verbessern.

Die Kosten für diese empfohlene Lösung werden auf etwa 5,68 Milliarden Brasilianische Reais (BRL) geschätzt. Davon entfallen rund 1,09 Milliarden Reais auf die erste Phase der empfohlenen Arbeiten, die für 2032 geplant ist; die restlichen 4,59 Milliarden Reais werden schrittweise entsprechend der tatsächlichen Umsetzung der Verbrauchsprojekte und dem Bedarf an Netzerweiterung ausgegeben. Mit diesem Ansatz versucht die EPE, die langfristige Übertragungsplanung mit den erwarteten Fortschritten der Industrieinvestitionen in der Region zu koordinieren.

Der Vorschlag stellt noch keine endgültige Investitionsentscheidung dar, sondern dient als technische Grundlage für die künftige Bewertung neuer Übertragungsprojekte und möglicher Ausschreibungen für den Netzausbau durch die Bundesregierung. Die Studie zeigt, dass aus Sicht der Strominfrastruktur in den Bundesstaaten Ceará und Piauí bereits ein geplanter Erweiterungspfad existiert, um diesen neuen Investitionszyklus zu begrüßen, vorausgesetzt, die erwarteten Projekte kommen voran und rechtfertigen die schrittweise Umsetzung der vorgeschlagenen Verstärkungsmaßnahmen.

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