CONAMIN 2026-Studie in Peru: UV-C-Strahlung bei Schweißern übersteigt Grenzwerte um das 100- bis 3000-fache
2026-06-25 11:57
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de.wedoany.com-Bericht: Eine auf dem Nationalen Bergbaukongress 2026 (CONAMIN 2026) von Luis Lasanta Béjar von NAGO Consultores in Peru vorgestellte Studie zeigt, dass künstliche UV-C-Strahlung, die beim Schweißen entsteht, in Peru weitgehend eine blinde Zone in Bezug auf Prävention und Regulierung darstellt. Die Belastung der Schweißer übersteigt die Sicherheitsgrenzwerte bei weitem. Die im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ausgezeichnete Studie weist darauf hin, dass Schweißer in der Bergbau-, Bau- und Metallverarbeitungsindustrie einer hochenergetischen Strahlungsform ausgesetzt sind, die sich von Sonnenlicht unterscheidet und direkt auf Haut und Augen einwirkt.

Die Studie betont, dass die beim Lichtbogenschweißen entstehende UV-C-Strahlung von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) als Karzinogen der Klasse 1 für den Menschen eingestuft wird, da ihre hohe Photonenenergie die DNA der Zellen schädigen und tiefe Gewebeschäden verursachen kann. Vor-Ort-Messungen ergaben, dass die Strahlungswerte bei gängigen Schweißverfahren wie SMAW und GMAW die maximal zulässigen Grenzwerte (LMP) um das 100- bis 3000-fache übersteigen. Ohne Schutz beträgt die maximal sichere Expositionszeit pro Arbeitstag nur 0,3 bis 67 Sekunden. Dies bedeutet, dass Arbeiter, die ohne geeignete Ausrüstung einen Schweißbereich durchqueren, bereits im Bruchteil einer Sekunde die maximal zulässige Dosis erreichen können.

Die Schäden durch UV-C-Strahlung sind kumulativ. Die Studienergebnisse zeigen, dass das Risiko für Hautkrebs (Basalzellkarzinom) im Kopf- und Nackenbereich bei einer Berufstätigkeit als Schweißer von über 20 Jahren um das 2,5-fache steigt. Der Nacken ist die verletzlichste Region, da er bis zu 40 % der reflektierten Strahlung von der Arbeitsfläche erhält und in der Regel von herkömmlicher persönlicher Schutzausrüstung (PSA) nicht abgedeckt wird.

Die Studie offenbarte auch ein trügerisches Sicherheitsgefühl bei Aufsichtspersonen: 67 % der Aufsichtspersonen verwenden beim Begehen von Schweißbereichen keinen Augenschutz, da sie die Expositionszeit für kurz halten. Allerdings kann der maximal zulässige Grenzwert bereits in Millisekunden überschritten werden, und diese kurzen Begehungen reichen aus, um langfristige Schäden zu verursachen. Auf institutioneller Ebene bestehen kritische Lücken in der peruanischen Gesetzgebung – es gibt Gesetze zur Prävention von Sonnenstrahlung, aber die künstliche UV-Strahlung in industriellen Prozessen wird ignoriert. Dies führt dazu, dass Schweißer kein spezielles Hautüberwachungsprogramm haben und Hautkrebs nicht als Berufskrankheit anerkannt wird.

Trotz der ernsten Lage bestätigt die Studie, dass persönliche Schutzausrüstung (automatisch abdunkelnde Schweißhelme, flammhemmende Kleidung und Lederhandschuhe) sehr wirksam ist und bei korrekter Verwendung die Strahlendosis um über 95 % reduzieren kann. Dennoch berichten 12 % der Schweißer über Augenexposition aufgrund von Dichtungsmängeln oder unsachgemäßer Verwendung des Helms. Zu den vorrangigen Empfehlungen der Studie gehören: regelmäßige Überwachung der UV-Bestrahlungsstärke im Rahmen von Programmen zur Arbeitshygiene; Aktualisierung der Liste der Berufskrankheiten, um durch künstliche UV-Strahlung verursachten Hautkrebs aufzunehmen; Einführung einer jährlichen Hautüberwachung für Personen, die länger als 10 Jahre als Schweißer tätig sind; verstärkte Schulung zur Verwendung von Nackenschutz und zur korrekten Abdichtung von Schweißhelmen.

An der Studie von NAGO Consultores waren auch die Experten Bernard Gonzales und Linet Gonzales Caytuiro beteiligt.

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