S&P Global prognostiziert Kupferdefizit von bis zu 10 Millionen Tonnen bis 2040
2026-06-25 17:06
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de.wedoany.com-Bericht: S&P Global veröffentlichte im Juni 2026 einen Forschungsbericht mit dem Titel „Kupfer im Zeitalter der KI: Herausforderungen der Elektrifizierung“, der darauf hinweist, dass der globale Kupfermarkt unter dem doppelten Antrieb der beschleunigten Elektrifizierung und der Expansion der Künstlichen Intelligenz zunehmend mit einem wachsenden Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage konfrontiert ist. Die Studie prognostiziert, dass die weltweite Kupfernachfrage bis 2040 42 Millionen Tonnen erreichen wird, was einem Anstieg von 50 % gegenüber dem aktuellen Niveau entspricht, während das Angebotsdefizit im gleichen Zeitraum bis zu 10 Millionen Tonnen betragen könnte, etwa 25 % der erwarteten Nachfrage. Daniel Yergin, Vizepräsident von S&P Global, erklärte, Kupfer sei der große Treiber der Elektrifizierung, doch der beschleunigte Prozess der Elektrifizierung werde zunehmend zur Herausforderung für Kupfer.

Das Wachstum der Kupfernachfrage wird von mehreren Schlüsselindustrien gemeinsam angetrieben. Die traditionellen wirtschaftlichen Verwendungen – einschließlich Bauwesen, Haushaltsgeräte, Verkehr und Stromerzeugung – werden voraussichtlich bis 2040 eine Nachfrage von 23 Millionen Tonnen erreichen, was 53 % der Gesamtnachfrage entspricht. Die Energiewende und Elektrifizierung sind die am schnellsten wachsenden Quellen der Kupfernachfrage, die Elektrofahrzeuge, Batteriespeicher, erneuerbare Energieanlagen, Netzinfrastruktur und die Elektrifizierung in Schwellenmärkten umfasst. Bis 2040 wird ein Anstieg um über 7 Millionen Tonnen auf 15,7 Millionen Tonnen erwartet. Allein diese beiden Nachfragekategorien werden voraussichtlich die Gesamtnachfrage um 7 Millionen Tonnen über das verfügbare Angebot hinaus treiben.

Neue Nachfragetreiber üben zusätzlichen Druck auf die bereits angespannte Angebotssituation aus. Es wird erwartet, dass die gesamte installierte Kapazität von Künstlicher Intelligenz und Rechenzentren bis 2040 etwa 550 Gigawatt beträgt, mehr als das Fünffache des Niveaus von 2022. Vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen könnten sich die globalen Verteidigungsausgaben auf 6 Billionen US-Dollar verdoppeln. Insgesamt wird erwartet, dass die Nachfrage aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Rechenzentren und Verteidigung um etwa das Dreifache steigt und zusammen 4 Millionen Tonnen zusätzliche Kupfernachfrage ausmacht. Die Studie weist auch auf eine fünfte potenzielle Nachfragequelle hin – humanoide Roboter. Es wird prognostiziert, dass 1 Milliarde humanoide Roboter, die bis 2040 im Einsatz sind, jährlich etwa 1,6 Millionen Tonnen Kupfer benötigen, was etwa 6 % der aktuellen Nachfrage entspricht.

Trotz der starken Nachfrageaussichten wird die weltweite Kupferproduktion voraussichtlich im Jahr 2030 mit 33 Millionen Tonnen ihren Höhepunkt erreichen und dann allmählich zurückgehen. Selbst wenn das Angebot an recyceltem Kupfer von derzeit 4 Millionen Tonnen auf 10 Millionen Tonnen im Jahr 2040 steigt, wird weiterhin ein Defizit erwartet. Die Erschließung neuer Angebote steht vor großen Herausforderungen: Bergbaubetriebe sind mit sinkenden Erzgehalten, steigenden Kosten, zunehmend komplexen Abbaubedingungen, Umweltwiderständen und langwierigen behördlichen Genehmigungsverfahren konfrontiert. Im Durchschnitt dauert es 17 Jahre von der Entdeckung einer neuen Kupfermine bis zur Produktion. Eleanor Kramarz, globale Leiterin der Beratung für kritische Mineralien und Energiewende bei S&P Global Energy, erklärte, dass die Überbrückung des bevorstehenden Angebotsdefizits nicht nur von Geologie, Technik, Logistik und Investitionen abhängt, sondern auch von Governance und Politik.

Die Veröffentlichung des Berichts unterstreicht die Schwere des Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage bei globalen Kupferressourcen und bietet Regierungen und Bergbauunternehmen eine wichtige Referenz für die Entwicklung langfristiger Ressourcenstrategien.

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