de.wedoany.com-Bericht: Die erste Kohlenstoffraffinerie Australiens ist offiziell in Betrieb genommen worden. Das vom Unternehmen MCi Carbon aus New South Wales entwickelte Projekt markiert einen neuen Schritt zur Kommerzialisierung der Technologie zur Kohlenstoffabscheidung, -nutzung und -speicherung (CCUS). Die Demonstrationsanlage namens Myrtle Carbon Capture, Utilization and Storage Demonstration Plant fängt Kohlendioxid aus dem Ammoniakproduktionsprozess von Orica auf Kooragang Island ein und wandelt es in mineralbasierte Produkte um, die in industriellen Bereichen wie Beton, Papier und Glas eingesetzt werden.
Die Myrtle-Anlage kann jährlich bis zu 2.500 Tonnen Kohlendioxid einfangen. Die Kern-Technologie nutzt die Mineralcarbonatisierung, die Kohlendioxid durch die Nachbildung natürlicher geologischer Prozesse dauerhaft in stabile Mineralien bindet. MCi Carbon gibt an, dass das Unternehmen 15 Jahre für die Entwicklung dieser Technologie aufgewendet hat, mit dem Ziel, kommerziell verwertbare kohlenstoffbasierte Produkte herzustellen, anstatt das eingefangene Kohlendioxid unterirdisch zu speichern.
Der australische Minister für Klimawandel und Energie, Chris Bowen, nahm an der Inbetriebnahmezeremonie der Anlage teil und beschrieb die Kohlenstoffnutzung als eine Möglichkeit für industrielle Emittenten, Emissionen zu reduzieren und aus dem eingefangenen Kohlenstoff wirtschaftlichen Wert zu schaffen. Australien emittiert jährlich etwa 400 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Im vergangenen Jahr hat die Regierung das Emissionsreduktionsziel für 2035 auf eine Reduzierung um 62 bis 70 Prozent gegenüber dem Niveau von 2005 verschärft.
MCi Carbon plant den Bau einer Kohlenstoffraffinerie in kommerziellem Maßstab in Österreich, die jährlich bis zu 50.000 Tonnen Kohlendioxid verarbeiten kann. Dieses Projekt ist Teil der weltweiten Bemühungen zur Förderung der Mineralcarbonatisierungstechnologie, an denen auch andere Unternehmen wie Arca aus Kanada beteiligt sind, das Abraummaterialien zur dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid nutzt.
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