de.wedoany.com-Bericht: Die Duftstoffsparte der deutschen BASF hat den neuen Zitrusduftstoff Micadelva auf den Markt gebracht, der als nicht-allergene Alternative zu Orangenterpenen positioniert ist. Das Produkt wird im Mai 2026 erstmals in Europa eingeführt und anschließend schrittweise in allen Regionen der Welt ausgerollt. Bestellungen und Musteranfragen sind bereits über BASF-Vertreter möglich.
Anders als bei herkömmlichen Alternativen ersetzt Micadelva nicht direkt bestehende Orangenrohstoffe, sondern bietet Parfümeuren eine völlig neue Plattform für Orangennoten. Durch Rezepturanpassungen können Parfümeure moderne agrumische Duftwirkungen erzielen. Im Vergleich zu herkömmlichen Zitrusrohstoffen ist Micadelva feiner in der Frische und hält länger auf der Haut. In der Duftentfaltung zeigt der Rohstoff eine saubere, frische Orangenschalennote mit einer feinen metallischen Schärfe und einer sanften blumigen Facette, die Klarheit und anhaltende Frische in Duftkompositionen bringt.
Nachhaltigkeit ist ein weiteres Verkaufsargument. Micadelva enthält 80 % erneuerbaren Kohlenstoff (gemäß ISO 16128) und ist schnell biologisch abbaubar. Nach aktuellen Schätzungen liegt der Produkt-CO₂-Fußabdruck voraussichtlich im A++-Bereich (unter 2 kg CO₂e pro kg). Steffen Götz, Senior Vice President der BASF-Duftstoffsparte, erklärte, dass Micadelva zusammen mit der „Safe-by-Design“-Innovation die Richtung für die nächste Generation von Duftrohstoffen vorgebe. Die Nachhaltigkeitsmerkmale unterstützten die grüne Transformation der Kunden und ermöglichten es ihnen, in einem sich wandelnden Markt- und Regulierungsumfeld kreativ zu bleiben und gleichzeitig Innovationen mit mehr Vertrauen voranzutreiben.
Parallel zum Produkt stellte BASF sein Innovationskonzept auf Basis des „Safe-by-Design“-Prinzips vor. Dieses Prinzip leitet sich vom Rahmenwerk „Safe and Sustainable by Design“ der Europäischen Kommission ab und zielt darauf ab, die Duftkreation in einem zunehmend komplexen und sich beschleunigenden Regulierungsumfeld zu unterstützen. Konkret werden in der frühen Entwicklungsphase potenzielle Gefahren wie Mutagenität, endokrine Aktivität und Umweltpersistenz bewertet, sodass nur Kandidatenmoleküle mit günstigen Risikoprofilen weiterverfolgt werden. Felix Gard, Leiter der Spezialduftstoffe bei BASF, betonte, dass Micadelva und die Erweiterung der „Future-Proof-Palette“ die wissenschaftliche Kompetenz des Unternehmens bei der Entwicklung von Duftrohstoffen mit differenzierter Duft- und Funktionsleistung sowie seine regulatorische Fähigkeit zur Bewältigung regulatorischer Entwicklungen widerspiegelten.
Micadelva ist der neueste Zugang zur „Future-Proof-Palette“-Serie. Diese Serie umfasst bereits Dihydrorosan (blumig, grün) und Velberry (fruchtig, gourmand), und Micadelva ergänzt nun die Zitrusnote. Alle drei Rohstoffe folgen dem „Safe-by-Design“-Prinzip und vereinen Leistung mit regulatorischer Konformität.
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