de.wedoany.com-Bericht: Evonik hat die Verlängerung seines maßgeschneiderten Effizienzprogramms „Tailor Made" sowie die Einstellung seiner globalen Polyesteraktivitäten angekündigt, um auf geopolitische Unsicherheiten, wirtschaftliche Schwäche und zunehmenden internationalen Wettbewerb zu reagieren.

Evonik-CEO Christian Kull erklärte, das Unternehmen müsse in diesem Umfeld stärker werden, das Schicksal liege in den eigenen Händen, und man sei entschlossen, Chancen zu nutzen. Evonik-Personalvorstand und Arbeitsdirektor Thomas Wessel ergänzte, dass künftige Stellenstreichungen sozialverträglich gestaltet würden; die konkreten Details würden in den kommenden Wochen mit den Sozialpartnern finalisiert.
Evonik plant, seine globalen Polyesteraktivitäten bis 2027 einzustellen. Dieses Geschäft erzielt einen Jahresumsatz von rund 150 Millionen Euro, war jedoch seit Jahren nicht profitabel. Die Einstellung betrifft die Werke in Witten und Marl in Deutschland sowie in Shanghai, China. Das Werk in Witten mit 266 Mitarbeitern wird im nächsten Jahr geschlossen; in Marl werden 45 Stellen abgebaut; in Shanghai, China, werden 35 Stellen gestrichen.
Lauren Kjeldsen, im Vorstand für dieses Geschäft verantwortlich, erklärte, die Einstellung der Polyesteraktivitäten und die Schließung der Produktion seien wirtschaftlich unvermeidbar. Der globale Wettbewerbsdruck, strukturelle Nachteile in Europa und die rückläufige Marktdynamik bedeuteten, dass keine der geprüften Alternativen für Evonik langfristig wirtschaftlich tragfähig sei.
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