USGS schätzt verwertbare Lithiumoxid-Reserven in North und South Carolina auf 1,43 Millionen Tonnen
2026-06-27 12:01
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de.wedoany.com-Bericht: Eine aktuelle Bewertung des United States Geological Survey (USGS) kommt zu dem Schluss, dass North und South Carolina möglicherweise über eine der größten unerschlossenen Lithiumressourcen der USA verfügen, deren verwertbare Lithiumoxid-Reserven auf 1,43 Millionen Tonnen geschätzt werden.

Die in der Fachzeitschrift „Natural Resources Research" veröffentlichte Studie zeigt, dass sich die meisten dieser Lagerstätten in North Carolina und South Carolina befinden und ihre Reserven ausreichen, um die derzeitigen US-Lithiumimporte für mehr als 200 Jahre zu ersetzen. Diese Entdeckung ist besonders wichtig für Versorgungsunternehmen, die den Ausbau von Batteriespeichern beschleunigen, um den steigenden Strombedarf von KI-Rechenzentren zu decken.

Lithium wird üblicherweise mit Elektrofahrzeugen in Verbindung gebracht, doch die Forscher betonen, dass seine Anwendung im Bereich der Netzspeicherung ebenso entscheidend ist. Robert LaChance, Leiter für Speicher- und verteilte Stromerzeugungstechnologien am Electric Power Research Institute (EPRI), wies darauf hin, dass die steigende Nachfrage von Rechenzentren den Bedarf an Batteriespeichersystemen (BESS) weiter verstärkt. Er erklärte, dass viele Netzbelastungspunkte nur kurzzeitig auftreten, weshalb BESS im Vergleich zu herkömmlichen Übertragungs- und Verteilungs-Upgrades eine kosteneffizientere und schneller umsetzbare Lösung darstellen.

Duke Energy räumt ein, dass Batteriespeicher angesichts der prognostizierten Zuwächse bei Rechenzentren und fortschrittlicher Fertigung einen größeren Anteil an ihrem Ressourcenmix einnehmen werden. Ein Sprecher des Unternehmens betonte jedoch, dass Batteriespeicher nicht als primäre Stromquelle für Rechenzentren betrachtet werden sollten, sondern als Teil eines umfassenderen Systems zur Sicherstellung der Versorgungszuverlässigkeit in Spitzenlastzeiten.

Der USGS-Bericht weist auch auf bestehende Lithiumressourcen in der Region hin, darunter die Carolina Lithium Mine und die Kings Mountain Lagerstätte, die zusammen etwa 1,6 Millionen Tonnen Lithiumoxid enthalten. Die Albemarle Corporation beantragt derzeit Genehmigungen, um den Abbau in der Kings Mountain Mine wieder aufzunehmen und auszuweiten. Diese Mine ist eine der wenigen bekannten Hartgestein-Lithiumlagerstätten in den USA. Das Projekt zielt darauf ab, den Betrieb, der Anfang der 1990er Jahre eingestellt wurde, wieder aufzunehmen und die heimische Lithiumversorgung für Bereiche wie die Energiespeicherung zu sichern.

Trotz der vielversprechenden Lithiumressourcen warnte LaChance, dass die Verfügbarkeit nicht der einzige Faktor sei, der das zukünftige Wachstum von Batteriespeichern beeinflusse. Größere Herausforderungen seien die Fertigungskapazitäten, die Wirtschaftlichkeit und die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte. Darüber hinaus könnten Netzanschlussverfahren und die bestehende Infrastruktur den Batterieausbau einschränken; der Großteil der weltweiten Batteriezellenproduktion konzentriert sich auf Asien, und die Batteriepreise beginnen nach einer Phase des Überangebots wieder zu steigen – all diese Faktoren könnten die Marktlandschaft neu gestalten und den Ausbau der heimischen Batterie-Lieferkette beeinflussen.

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