Russisches Energieministerium schlägt zweistufige Ausschreibung für Wasserkraftprojekte vor
2026-06-27 13:40
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de.wedoany.com-Bericht: Das russische Energieministerium schlägt vor, prioritäre Wasserkraftwerksbauprojekte in zwei Phasen auszuschreiben: In der ersten Phase werden Vorstudien durchgeführt, in der zweiten Phase erfolgt die Umsetzung.

Staatssekretär Jewgeni Grabtschak (Evgeny Grabchak) erklärte bei einem Runden Tisch zum Thema „Gesetzliche Regulierung der Wasserkraft in Russland", dass ohne vorherige Untersuchungen keine Entscheidungen über die Parameter von Wasserkraftwerken getroffen werden könnten. Daher solle die erste Phase die Durchführung von Studien per Ausschreibung oder durch ein benanntes Unternehmen umfassen, während in der zweiten Phase die vollständigen Kosten erstattet werden. Der Investor mit dem niedrigsten Angebot sei für die Umsetzung des Projekts verantwortlich und übernehme die Ausgaben des in der ersten Phase siegreichen Bieters für die Studien.

Laut einer Präsentation von Roman Berdnikow, Vorstandsmitglied der RusHydro-Gruppe, umfassen die prioritären Projekte: das Pumpspeicherkraftwerk Sagorskaja GAES-2 (Zagorskaya GAES-2) mit einer Kapazität von 840 Megawatt, das Wasserkraftwerk Krapiwinskaja (Krapivinskaya HPP) mit 345 Megawatt sowie das Wasserkraftwerk Mokskaja (Mokskaya HPP) mit 1200 Megawatt.

„Wir müssen eine Liste prioritärer Projekte festlegen und mit der Arbeit beginnen. Wir schlagen vor, die Bauprojekte für Wasserkraftwerke wie Krapiwinskaja, Mokskaja, Iwanowskaja (Ivanovskaya) zu fixieren – möglicherweise über einen Regierungsausschuss-Mechanismus, der Investoren den Baubeginn genehmigt, während die russische Regierung Finanzierungsquellen sucht", zitierte die Nachrichtenagentur TASS Jewgeni Grabtschak. Er ist der Ansicht, dass dieser Ansatz helfen werde, „die Unsicherheit in der Branche zu überwinden".

Roman Berdnikow äußerte sich ablehnend. Er ist der Meinung, dass Planung und Bau von demselben Unternehmen durchgeführt werden sollten. Eine getrennte Planung und anschließende Ausschreibung führe zu Geldverschwendung, „kein Unternehmen wird nach den Plänen eines anderen bauen".

Wladimir Kolmogorow, Leiter der En+-Gruppe, erklärte, dass das Unternehmen bereits das Modell anwende, bei dem ein Unternehmen für Planung und Bau zuständig sei. Derzeit arbeite man mit dem zur RusHydro-Gruppe gehörenden „Gidroproekt" (Hydroprojekt) bei der Planung zusammen. Sollte dieses Institut nicht über ausreichende Kapazitäten verfügen, werde man ausländische Firmen hinzuziehen.

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