de.wedoany.com-Bericht: Die Internationale Organisation der Frankophonie (OIF) und die Afrikanische Entwicklungsbank (BAD) haben am 24. Juni eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die Vereinbarung wurde nach einem Treffen zwischen der Generalsekretärin der OIF, Louise Mushikiwabo, und dem Präsidenten der Afrikanischen Entwicklungsbank, Sidi Ould Tah, geschlossen. Sie sieht die Einführung eines Programms zur digitalen Ausbildung und zur Unterstützung von Unternehmensgründungen in fünf Ländern – Benin, Kamerun, Guinea, Madagaskar und der Demokratischen Republik Kongo – vor, das sich vorrangig an Jugendliche und Frauen richtet.

Nach Schätzungen der Internationalen Finanz-Corporation (IFC) werden bis 2030 über 230 Millionen Arbeitsplätze in Subsahara-Afrika von der digitalen Transformation betroffen sein. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, die gemeinsame Herausforderung der frankophonen Länder zu bewältigen, nämlich jungen Menschen zu helfen, die Chancen zu nutzen, die die rasche Entwicklung der digitalen Technologien bietet. Das Programm bietet Schulungen in Bereichen wie Web- und Mobile-Entwicklung, Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz und Datenanalyse sowie Unterstützung für die Begünstigten bei der Arbeitssuche, Selbstständigkeit und Unternehmensgründung, einschließlich Bootcamps, Prototyping-Workshops und der Zusammenarbeit mit Inkubatoren und Acceleratoren.
Die Zusammenarbeit legt besonderes Augenmerk auf Initiativen, die von Frauen und jungen Unternehmern geleitet werden. Beide Seiten hoffen, durch diese Maßnahmen die Ungleichheiten in den betreffenden Ländern beim Zugang zu digitalen Fähigkeiten und wirtschaftlichen Chancen zu verringern. Die Initiative stützt sich auf die Erfahrungen der OIF, die bereits durch Projekte wie D-CLIC in den Bereichen digitale Technologien, Beschäftigungsfähigkeit und Unternehmertum fast 19.000 jungen Menschen in der Frankophonie geholfen hat.
Neben der Ausbildung werden die OIF und die Afrikanische Entwicklungsbank mit Regierungen, Ausbildungseinrichtungen und lokalen Akteuren zusammenarbeiten, um die nationalen Kapazitäten zu stärken und die lokale Eigenverantwortung sowie die langfristige Nachhaltigkeit der Projekte zu gewährleisten. Die Pilotphase wird in den fünf Ländern 12 bis 24 Monate dauern. Danach kann je nach Ergebnis eine Ausweitung auf andere Mitgliedstaaten der Frankophonie in Betracht gezogen werden. Für die OIF markiert die Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Entwicklungsbank auch eine neue Phase ihrer Finanzierungs- und Partnerschaftsstrategie, die darauf abzielt, hochwertige Projekte in den Bereichen Beschäftigung, Unternehmertum und digitale Transformation zu beschleunigen, um der frankophonen Jugend zugutezukommen.
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