de.wedoany.com-Bericht: Infinigate feierte in Hamburg ein Sommerfest zum 30-jährigen Firmenjubiläum. Die Veranstaltung fand im Strandclub „Standpauli“ an der Elbe statt und zog rund 350 Gäste sowie 18 Hersteller an. Diese Tradition bestand bereits zu Nuvias-Zeiten und zielt darauf ab, Distributoren, Herstellern und Partnern in entspannter Atmosphäre professionelle Austauschmöglichkeiten zu bieten.

Während einer Pressekonferenz im Rahmen der Veranstaltung analysierte Falk Schwarzenberg, Geschäftsführer von Infinigate Deutschland, die Marktlage und wies darauf hin, dass der VAD-Markt derzeit keineswegs so „glatt läuft“, wie allgemein angenommen. Schwarzenberg erklärte, das Marktwachstum sei nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahrzehnten und bezeichnete das laufende Jahr als „herausfordernd“. Seiner Einschätzung nach verhalten sich Kunden, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, vorsichtig, verschieben Budgets und investieren nur in absolut notwendige Bereiche. Zudem fehlten Sondereffekte wie die Digitalisierungswelle und der Aufbau von Home-Office-Infrastrukturen während der Corona-Pandemie.

Im Hardware-Geschäft steht Infinigate vor ähnlichen Bestandsmanagement-Herausforderungen wie andere Distributoren. Zu hohe Lagerbestände binden Kapital und bergen Abwertungsrisiken, während zu geringe Bestände bei Engpässen zu Lieferunfähigkeit führen. Trotzdem gibt es bei Infinigate Bereiche mit starkem Wachstum. Das Geschäft mit Managed Services und Managed Security Services verzeichnete zweistellige Zuwächse. Udo Schillings, Leiter des Lieferantenverbunds in der DACH-Region, bestätigte, dass der Bereich Managed Services vom aktuellen Marktumfeld profitiert. Wenn Unternehmen ihre Investitionen reduzieren, neigen sie dazu, IT-Sicherheit als Betriebskosten an Dienstleister auszulagern. Hinzu kommt ein deutlicher Anstieg von Angriffen, der die Investitionsbereitschaft der Kunden erhöht und das Wachstum der Managed-Services-Sparte von Infinigate um über 20 % vorantreibt.

Künstliche Intelligenz hat sich zu einem der Wachstumstreiber entwickelt. Einerseits benötigen Kunden KI-Lösungen zur Prozessoptimierung, andererseits führt der Missbrauch von KI zu einem exponentiellen Anstieg von Cyberangriffen. Infinigate-CEO Schwarzenberg plant, mit einer „AI-First-Strategie“ die Transformation aller Beteiligten voranzutreiben. Der Ansatz besteht darin, sich von der traditionellen Hardware-Distribution hin zu mehr Plattform- und Enablement-Geschäften zu bewegen. Darüber hinaus fokussiert sich Infinigate auf den Bereich OT-Sicherheit, also die Sicherheit von Betriebstechnologien wie Produktionsanlagen. Dieser Markt wird durch Vorschriften wie NIS-2 angetrieben und bietet enormes Wachstumspotenzial, steht jedoch vor der fachlichen Kluft zwischen Maschinenherstellern und IT-Experten. Infinigate plant, Partner in diesem Bereich gezielt zu unterstützen.



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