Südkoreas Bauproduktion sinkt seit 24 Monaten in Folge – längster Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen
2026-06-28 10:06
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de.wedoany.com-Bericht: Die Bauproduktion in Südkorea ist im Vergleich zum Vorjahr seit 24 Monaten in Folge rückläufig und verzeichnet damit den längsten Abwärtstrend seit Beginn der entsprechenden Statistik im Jahr 1997. Diese Dauer übertrifft sogar die Zeiträume der Asienkrise und der globalen Finanzkrise.

Baustelle einer Wohnanlage in Seoul

Laut dem Nationalen Statistikportal der staatlichen Datenbehörde und dem Bericht „Industrietrends und -themen" des Haushaltsausschusses der Nationalversammlung sank die Bauproduktion (zu konstanten Preisen) im April dieses Jahres um 5,5 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Davon ging die Hochbauproduktion um 6,4 % und die Tiefbauproduktion um 2,8 % zurück. Seit Mai 2024 ist dieser Indikator nun 24 Monate in Folge rückläufig. Dieser Abwärtszyklus übertrifft die sieben Monate während der Asienkrise und die zwölf Monate während der globalen Finanzkrise. Die Statistik zur Bauproduktion begann im Juli 1997, und ein Vorjahresvergleich ist seit Juli 1998 möglich. Analysten zufolge war selbst unter Berücksichtigung der statistischen Lücken zu Beginn der Asienkrise die damalige Dauer des Rückgangs kürzer als die aktuelle.

Experten führen die anhaltende Flaute hauptsächlich auf den starken Anstieg der Baukosten nach der COVID-19-Pandemie und die angespannte Lage auf dem Markt für Projektfinanzierungen (PF) zurück. Park Sun-gu, Leiter der Abteilung für Wirtschafts- und Finanzforschung am Korea Research Institute for Construction Policy, erklärte, dass die globale Liquiditätsschwemme während der Pandemie die Rohstoffpreise und Lohnkosten in die Höhe getrieben habe, was zu einem deutlichen Anstieg der Baukosten geführt habe. Hinzu komme die Verschärfung des PF-Marktes nach dem „Lego-Land-Vorfall" im Jahr 2022, die die Finanzierung erschwere und die Baukonjunktur in eine langwierige Flaute stürze. Park prognostizierte jedoch, dass die Bauproduktion in der zweiten Jahreshälfte dank des Aufschwungs von Frühindikatoren wie Bauaufträgen wieder ein Wachstum im Vorjahresvergleich verzeichnen könnte. Er wies jedoch darauf hin, dass selbst bei einer Trendwende die Verbesserung der Indikatoren hauptsächlich auf Basiseffekte aufgrund der extrem schlechten Vorjahresergebnisse zurückzuführen sei, während die tatsächliche Stimmung in der Baubranche weiterhin gedrückt bleibe.

Auch die Bank of Korea prognostiziert eine eher langsame Erholung der Baukonjunktur.

Entwicklung der Bauinvestitionswachstumsrate und der Baukosten

In ihrem im letzten Monat veröffentlichten Konjunkturbericht prognostizierte die Bank of Korea, dass die Bauinvestitionen in diesem Jahr aufgrund von Basiseffekten des Vorjahres (-9,8 %) um 0,6 % im Vergleich zum Vorjahr steigen werden. Dieser Wert liegt 0,4 Prozentpunkte unter der Februar-Prognose (1,0 %). Für das nächste Jahr wird ein Wachstum der Bauinvestitionen von 1,5 % erwartet. Die Bank of Korea erklärte, dass KI-bezogene Investitionen wie Halbleiterfabriken und Rechenzentren sowie Investitionen in die soziale Infrastruktur die Flaute im Bausektor teilweise abfedern würden. Aufgrund steigender Baukosten und Engpässen bei Baumaterialien werde die Erholung jedoch schwächer ausfallen als ursprünglich erwartet.

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