Australisches Rechenzentrumsunternehmen NextDC erwirbt 169 Hektar großes Grundstück am Stadtrand von Melbourne für 165 Millionen AUD
2026-06-28 10:25
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de.wedoany.com-Bericht: Der australische Rechenzentrumsbetreiber NextDC hat im Juni 2026 für 165 Millionen AUD (etwa 114 Millionen USD) ein 169 Hektar großes Grundstück in der Region Lovely Banks erworben, etwa 70 Kilometer westlich von Melbourne im Bundesstaat Victoria. Das Grundstück grenzt an ein großes Umspannwerk und die Victorian Big Battery-Speicheranlage und bietet ideale Energiebedingungen für die Entwicklung von Rechenzentren. Die Übernahme hat vor Ort Bedenken hinsichtlich der Konkurrenz zwischen Wohnungsbau und Industrieflächen ausgelöst; Schätzungen zufolge hätte das Grundstück ursprünglich 2.000 bis 3.000 Wohneinheiten bieten können.

NextDC ist ein an der australischen Börse notierter Rechenzentrumsdienstleister, der derzeit landesweit 20 Rechenzentren betreibt oder entwickelt und in Geelong ein Edge-Rechenzentrum mit 4,4 MW errichtet. Das erworbene Grundstück in Lovely Banks war zuvor landwirtschaftlich genutzt und teilweise als zukünftiges Wohnwachstumsgebiet ausgewiesen. Es liegt an der Robbs Road und Evans Road, in unmittelbarer Nähe zum Umspannwerk Moorabool Terminal und der von HMC Capital betriebenen 300-MW-Victorian-Big-Battery-Speicheranlage.

Allerdings hat das Geschäft vor Ort Kontroversen ausgelöst. Mark Whinfield, Geschäftsführer des Entwicklers Newland Developments der Lovely Banks Development Group, erklärte, dass etwa 120 Hektar des Grundstücks in einem zukünftigen Stadtwachstumsgebiet liegen und ursprünglich für die Wohnbebauung vorgesehen waren. Auch Ali Wastie, CEO der City of Greater Geelong, äußerte Bedenken und sagte, die Stadtverwaltung sei zunehmend besorgt über Rechenzentrumsprojekte auf Wohnbauland. Sie wies darauf hin, dass die Region Greater Geelong unter dem Druck der Wohnungsbauziele des Bundesstaates Victoria langfristig 128.600 neue Wohneinheiten benötige.

Bislang hat NextDC keine öffentlichen Kommentare zu der Übernahme und den damit verbundenen Kontroversen abgegeben. Das Geschäft verdeutlicht den zunehmenden Wettbewerb um Landressourcen zwischen der Entwicklung digitaler Industrien wie Künstlicher Intelligenz und Cloud-Computing einerseits und der städtischen Wohnraumversorgung andererseits. Mit dem anhaltenden Wachstum der Nachfrage nach digitaler Infrastruktur könnten ähnliche Konflikte zwischen Rechenzentren und Wohnbauland in weiteren Städten auftreten.

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