de.wedoany.com-Bericht: Im Projekt des Humboldt Park Health & Wellness Centers in Chicago, USA, setzt JGMA eine geneigte, prismatische Fassade aus Aluminium-Verbundplatten (ACM) in Kombination mit einem perforierten Sonnenschutzsystem ein. Durch strukturelles Design und Materialtechnik werden die funktionalen Ziele der Tageslichtregulierung und des Sichtschutzes erreicht. Das Zentrum befindet sich auf dem 24 Häuserblocks umfassenden Gelände des Humboldt Park Health und bietet Patienten physiotherapeutische und andere Gesundheitsdienstleistungen an.

Daniel Spore, Leiter von JGMA, teilte dem Architekturmagazin (AN) mit, dass die Absicht des Gesundheitszentrums darin bestehe, in einer Gegend mit relativ geringer medizinischer Versorgung ein Signal für hochwertige medizinische Dienstleistungen zu setzen. Die geneigten, prismatischen ACM-Platten der Fassade hüllen das gesamte Gebäude in die Markenfarben des Zentrums. Laut Projektmanagerin Samra Pecanin war die innenliegende Laufbahn im ersten Obergeschoss die formale Inspirationsquelle für das Fassadendesign. Die Platten verändern je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel ihr schimmerndes Erscheinungsbild, um ein Gefühl von Gesundheit und Bewegung zu vermitteln.

Um den Regenbogenglanz der Gebäudehülle zu bewahren, verwendete JGMA kiemenartige, perforierte Sonnenschutzlamellen, die Schatten spenden, Vogelkollisionen verhindern und ein Gefühl der Privatsphäre schaffen. Diese Sonnenschutzelemente bestehen aus dem gleichen Material wie die undurchsichtigen ACM-Paneele und werden von maßgefertigten Fachwerkträgern des Herstellers Metal Design Systems gestützt. Die strukturelle Unterstützung erfolgt über Messerplatten, die mit den Fensterpfosten verbunden sind, wodurch die perforierten Lamellen optisch vor den Fenstern zu schweben scheinen. Die großen Abstände des Fachwerksystems erleichtern die Wartung der Fensterlamellen. Bei der Montage wurde das gesamte System vormontiert, dann angehoben, an die Fassade geschwenkt und eingerastet.

Die Biegung der Platten an den Fassadenecken wurde durch die Unterteilung in kleinere Trapezstücke realisiert. JGMA verwendete umfangreiche 3D-Modelle, um die Form und Position dieser Platten sowie die Position anderer unregelmäßig geformter Platten an den Rändern der Gebäudehülle zu bestimmen. An den Gebäudeecken, an denen der Glasteil um die Ecke geführt werden musste, betrug der Winkel zwischen den einzelnen Pfosten maximal 5 Grad. Das Endergebnis verleiht dem Gebäudeinneren ein Gefühl kontinuierlicher Bewegung, die von den umlaufenden Platten über die vor den Fenstern schwebenden Lamellen bis hin zum Kontrast mit den glatten Oberflächen reicht.

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