de.wedoany.com-Bericht: Die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) hat neue Regeln verabschiedet, die darauf abzielen, die Verlegung von Unterseekabeln zu beschleunigen, und gleichzeitig Anpassungsmaßnahmen vorgeschlagen, um den Ausbau von Breitbandnetzen zu erleichtern. Die Behörde hofft, dadurch die für neue Dienste wie Künstliche Intelligenz erforderliche Konnektivität zu verbessern und die Sicherheit kritischer Netze angesichts geopolitischer und technologischer Risiken zu stärken.
Unterseekabel transportieren den Großteil des weltweiten Internetverkehrs und gelten als strategische Infrastruktur für die kommerzielle, staatliche und verteidigungspolitische Kommunikation. In den USA unterliegt die Verlegung von Unterseekabeln jedoch aufgrund von Sicherheitsüberprüfungen langwierigen Regulierungsprozessen. Gemäß den neuen Regeln erlaubt die FCC, dass bestimmte Anträge auf Genehmigung von Unterseekabeln von der umfassenden Prüfung durch die Equipo de Telecomunicaciones (Arbeitsgruppe für Telekommunikation) ausgenommen werden können, einer interinstitutionellen Arbeitsgruppe der Exekutive, die potenzielle nationale Sicherheitsrisiken analysiert. Die Ausnahmeregelung gilt für Betreiber, die nachweisen können, dass ihre Kabelbetriebsgeschichte keine relevanten Vorfälle aufweist, hohe nationale Sicherheitsanforderungen erfüllt und einer kontinuierlichen Überwachung und Kontrolle unterliegt. Die neuen Regeln zielen darauf ab, die Verwaltungszeit zu verkürzen und eine höhere Planungssicherheit für Unterseekabelprojekte zu schaffen, ohne die Sicherheitskontrollen aufzuheben.
Neben der Beschleunigung der Genehmigungsverfahren führt die FCC auch Kontrollen für die Endgeräte der Unterseekabel (Komponenten, die die Unterseekabel mit den US-amerikanischen Landanlagen verbinden) ein. Gemäß den neuen Regeln müssen die Eigentümer und Betreiber dieser Geräte eine Lizenz erwerben, wodurch die Kommission eine strengere Überwachung dieses als einen der verletzlichsten Teile des Systems angesehenen Bereichs ausüben kann.
Gleichzeitig legte die Kommission einen Regulierungsvorschlag vor, der darauf abzielt, Hindernisse auf staatlicher und lokaler Ebene zu begrenzen, die nach Angaben der Behörde die Kosten für den Aufbau moderner Festnetzinfrastruktur verzögern oder erhöhen. Die Initiative zielt darauf ab, einheitlichere Regeln für die Genehmigungen zu schaffen, die Betreiber für den Bau von Netzen (einschließlich Glasfaser und anderer Breitbandtechnologien) benötigen. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören: die Festlegung, dass eine Genehmigung als faktisches Verbot der Dienstleistung angesehen werden kann, wenn die Bearbeitung eines Genehmigungsantrags durch die staatliche oder lokale Regierung mehr als 120 Tage dauert; die Begrenzung der Gebühren für Wegerechte auf direkte und angemessene Kosten; das Verbot zusätzlicher Anforderungen mit der Begründung, dass die Telekommunikationsinfrastruktur auch für andere Dienste genutzt werden könnte; die Festlegung von Gebührensätzen, die als „Safe Harbor“ gelten; die Bewertung, ob von der lokalen Regierung geforderte Sachleistungen innerhalb der Gebührengrenzen liegen. Die FCC ist der Ansicht, dass langwierige Verwaltungsverfahren, hohe Gebühren und zusätzliche Anforderungen dazu geführt haben, dass einige Anbieter ihre Investitionen reduziert oder Projekte aufgegeben haben, was in einigen Gebieten zu einem geringeren Zugang zur Konnektivität geführt hat. Die neuen Maßnahmen zielen darauf ab, dieses Problem zu lösen.
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