de.wedoany.com-Bericht: Auf dem Goldsymposium der Bergbaukammer (Chamber of Mines Gold Symposium) führte Mugumbate aus, dass Simbabwe und der Yilgarn-Kraton in Westaustralien geologisch zum selben alten Superkraton gehören, wobei die Goldreservenpotenziale beider Regionen vergleichbar seien, die aktuelle Produktion jedoch stark differiere. Geologische Studien zeigen, dass diese beiden Kratone vor etwa 2,6 Milliarden Jahren Teil des archaischen Superkratons – des Zimgarn-Kratons – waren und dieselbe tektonische Geschichte, geologische Umgebung sowie Granit-Grünstein-Gesteinsabfolgen aufweisen.
In seinem Vortrag verglich Mugumbate die Goldproduktionsdaten beider Regionen. Im Jahr 1980 betrug die jährliche Produktion des Simbabwe-Kratons und des Yilgarn-Kratons jeweils etwa 30 Tonnen. Bis 2025 erreichte Simbabwes Goldproduktion 46,7 Tonnen, während die geschätzte Produktion des Yilgarn-Kratons (Standort des legendären Goldabbaugebiets in Westaustralien) 300 Tonnen beträgt. Mugumbate wies darauf hin, dass dieser enorme Produktionsunterschied das Explorationspotenzial Simbabwes unterstreiche, da die beiden Kratone geologisch einst verbunden waren und sich erst später trennten.
Mugumbate ist der Ansicht, dass Simbabwe in den letzten über zwei Jahrzehnten nur sehr wenig Explorationsaktivitäten verzeichnete, obwohl das Land reich an Bodenschätzen ist, und sich daher in einem langfristigen Zustand unzureichender Exploration befindet. Er stellte fest, dass die von Präsident Mnangagwa 2017 in Davos verkündete Politik „Simbabwe ist offen für Geschäfte" eigentlich Explorationsaktivitäten hätte anregen sollen, diese jedoch nicht umgesetzt wurden. Der Direktor der Geologischen Landesanstalt (Geological Survey) erklärte, dass sich die Exploration derzeit hauptsächlich auf Gebiete rund um alte, von früheren Generationen entdeckte Minen konzentriere. Frühere Generationen hätten bereits über 5.000 Goldlagerstätten entdeckt, doch in den letzten Jahrzehnten seien nur wenige neue Goldfelder wie Maligreen und Dokwe erschlossen worden, was bedeute, dass Simbabwe über zahlreiche unerschlossene Potenzialgebiete verfüge.
Mugumbate wies zudem auf einen signifikanten strukturellen Bruch im simbabwischen Bergbausektor hin: Auf der einen Seite stünden Tausende von handwerklichen Bergleuten, auf der anderen Seite einige wenige große Bergbauunternehmen, während mittelgroße Bergbauunternehmen fehlten. Er ist der Meinung, dass Simbabwe eine Wertschöpfungskette benötige, die handwerkliche Bergleute mit großen Bergbauunternehmen verbindet, und dass durch großflächige Exploration kleinerer Lagerstätten die Größenskala gefüllt werden könne, was ebenfalls ein enormes Potenzial darstelle. Abschließend fasste er zusammen, dass Simbabwe unter geeigneten politischen Rahmenbedingungen und Investitionsbedingungen ein großes Potenzial für die Entdeckung von Goldlagerstätten habe.
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