de.wedoany.com-Bericht: Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) hat neue DAB+-Radiopakete vergeben. Vier private Radiosender haben landesweite Sendelizenzen erhalten und können künftig in fünf Regionen Brandenburgs jeweils eigene Inhalte ausstrahlen, um den Hörern maßgeschneiderte lokale Nachrichten, Wetter- und Verkehrsinformationen zu bieten.
Die lizenzierten Privatsender sind BB Radio, 94 3 rs2, Berliner Rundfunk 91.4 und Schlager Radio. Der Medienausschuss der mabb schloss die DAB+-Vergabe im Juni 2026 ab. Martin Gorholt, Vorsitzender des Medienausschusses der mabb, erklärte, dass Rundfunkmacher durch diesen technologischen Wandel die Bedürfnisse der Brandenburger Hörer besser erfüllen könnten, während die Hörer einen besseren lokalen Informationsservice erhielten. Die mabb plant ein Förderprogramm, um die Verbreitung regionalisierter Nachrichten und Berichterstattung über DAB+ weiter zu fördern.
Ab 2028 wird sich die DAB+-Struktur in Berlin und Brandenburg grundlegend ändern. Öffentlich-rechtliche, private und nichtkommerzielle Radioprogramme werden künftig über dieselben Sendeeinrichtungen in derselben Qualität übertragen. Neben den bereits vergebenen Kapazitäten sind auch Übertragungskapazitäten für den offenen Kanal ALEX Berlin reserviert. Ziel der neuen Struktur ist es, die DAB+-Abdeckung beider Länder so zu gestalten, dass die Programme flächendeckend und regionalisiert verbreitet werden. Die mabb hat in den letzten drei Jahren regelmäßig mit Marktteilnehmern kommuniziert. Derzeit senden private Programme in Berlin und Brandenburg über DAB+ jeweils nur eine Programmversion, was bedeutet, dass Hörer in der Uckermark und im Spreewald dieselben lokalen Nachrichten hören. Mit dieser Vergabe hat der Medienausschuss die Grundlage für das neue DAB+-Modell und regionalisierte Programme gelegt.
Der Medienausschuss der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) beschloss in seiner Sitzung am 24. Juni 2026, die im März ausgeschriebene UKW-Übertragungskapazität zu vergeben, die derzeit noch von Klassik Radio genutzt wird. Dies könnte die letzte UKW-Neufrequenzvergabe in Hamburg sein. Ab dem 1. Juli 2026 darf das Kinder- und Familienradio Radio Teddy zehn Jahre lang auf der Hamburger Frequenz 98,1 MHz senden. Insgesamt zehn Rundfunkanbieter hatten sich um die Vergabe dieser Frequenz beworben, darunter etablierte Vollprogrammsender und kleinere Spartensender. Die Mitglieder des Medienausschusses stimmten einstimmig für Radio Teddy aus Potsdam, das seit über 20 Jahren ein Vollprogramm für Kinder und Eltern anbietet. Künftig ist der Sender in Hamburg neben DAB+ auch über UKW zu empfangen.

Sebastian Schulze, Vorsitzender des Medienausschusses, erklärte, Radio Teddy zeige, wie hochwertige und altersgerechte Inhalte für ein junges Publikum produziert werden könnten. Durch die Kombination von erklärenden Formaten, Wissensvermittlung, Unterhaltung und interaktiven Beteiligungsprojekten schaffe der Sender einen Raum, in dem Kinder selbstständig und sicher Medien erkunden könnten, was sie zu kompetenten Mediennutzern heranwachsen lasse und gleichzeitig den Perspektiven und Lebenswelten von Hamburger Kindern und Familien eine neue Plattform biete. Neben Radio Teddy hatten sich auch bigFM, Caravan.fm, egoFM, FluxFM, KISS FM, Metropol FM, pure fm, Radio Reeperbahn und The Wolf Hamburg um die Übertragungskapazität beworben. Gleichzeitig verabschiedet sich Bayern vom alten analogen UKW-Rundfunk – erstmals wird digitaler Radioempfang zum Mainstream.
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