Brasilianischer Hafen Santos investiert 105 Millionen US-Dollar, um Fahrrinne auf 16 Meter zu vertiefen
2026-06-29 14:01
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de.wedoany.com-Bericht: Die Hafenbehörde von Santos (APS) hat mit der brasilianischen Tochtergesellschaft des belgischen Baggerunternehmens Jan De Nul Group einen Vertrag unterzeichnet, um die Hauptfahrrinne des Hafens von Santos von derzeit 15 Metern auf 16 Meter zu vertiefen. Der Vertragswert beträgt 617,9 Millionen Brasilianische Real (etwa 105 Millionen US-Dollar). Nach der Vertiefung kann der Hafen größere Schiffe aufnehmen; die Inbetriebnahme ist für Ende 2026 oder Anfang 2027 geplant.

Der Hafen von Santos liegt an der Küste des brasilianischen Bundesstaates São Paulo und ist der größte Hafen Lateinamerikas. Im Jahr 2025 erreichte der Güterumschlag des Hafens 186,4 Millionen Tonnen, ein Anstieg von 3,6 % im Vergleich zum Vorjahr, was einen neuen Rekord darstellt. Davon entfielen 137,4 Millionen Tonnen auf Exportgüter (plus 4,6 %) und 49 Millionen Tonnen auf Importgüter. Als wichtigstes brasilianisches Tor zum Außenhandel wickelt der Hafen etwa 28 % des brasilianischen Außenhandelsvolumens ab.

Die aktuelle Vertiefungsmaßnahme ist das erste Projekt dieser Art im Hafen von Santos seit 14 Jahren. Die letzte Vertiefung erfolgte 2012, als die Fahrrinne von 13,8 auf 15 Meter vergrößert wurde. Das Projekt umfasst hauptsächlich zwei Phasen: Gesteinsentfernung und Baggerarbeiten. Die Gesteinsentfernung ist von Juli bis Oktober 2026 geplant und konzentriert sich auf drei Unterwasserfelsformationen: Pedra do Barroso und Pedra do Itapema in der Nähe der Insel Barnabé sowie Pedra do Teffé in der Nähe des Kreuzfahrtterminals Concais. Nach Abschluss der Gesteinsentfernung beginnen unverzüglich die Baggerarbeiten.

Die Hafenbehörde von Santos (Santos Port Authority) hat Jan De Nul do Brasil einen Auftrag im Wert von 105 Millionen US-Dollar zur Vertiefung des Hafens von Santos erteilt.

Die Jan De Nul Group gehört zu den weltweit größten Bagger-Bauunternehmen, beschäftigt rund 6.000 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von etwa 2 Milliarden Euro. Der Vertrag umfasst auch einen zweijährigen Wartungsbaggerservice für die Fahrrinne. Die Hafenbehörde von Santos gab an, dass die Umschlagkapazität des Hafens nach der Vertiefung auf 16 Meter voraussichtlich um etwa 20 % steigen wird. Das Projekt soll die Nachfrage der Schifffahrtsbranche decken und die betriebliche Gesamteffizienz des Hafens wirksam steigern.

Die Fahrrinnenvertiefung ist eine Schlüsselmaßnahme zur Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Hafens von Santos. Mit der Erhöhung des Tiefgangs auf 16 Meter kann der Hafen Schiffe mit größerer Tragfähigkeit aufnehmen und seine Position als zentraler Handelsknotenpunkt Brasiliens und Südamerikas weiter festigen.

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