de.wedoany.com-Bericht: Der russische Erdgaskonzern Gazprom (Газпром) plant für 2026 die Inbetriebnahme der Erdgaspipeline „Belogorsk–Chabarowsk“. Diese Pipeline soll die bereits in Betrieb befindliche „Kraft Sibiriens“ mit der Hauptleitung „Sachalin–Chabarowsk–Wladiwostok“ verbinden. Dies gab Gazprom-Chef Alexej Miller auf der Jahreshauptversammlung bekannt.
Das Pipelineprojekt ist Teil der ersten Phase des groß angelegten „Östlichen Erdgasversorgungssystems“, das nach seiner Fertigstellung die Erdgastransportkapazitäten West- und Ostrusslands integrieren wird.
Miller schätzt die gesamten anfänglichen Erdgasressourcen in der russischen Arktis auf 100 Billionen Kubikmeter. Wie die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf Miller berichtete, erweitert Gazprom die Rohstoffbasis in dieser Region jedes Jahr. Die wichtigsten geologischen Erkundungserfolge im Jahr 2025 stammen vom arktischen Festlandsockel: Die nachgewiesenen Reserven des Ledowoje-Gasfeldes in der Barentssee und des Leningrad-Gasfeldes in der Karasee sind beide gestiegen.
Miller wies darauf hin, dass die globalen Entwicklungen der letzten Jahre ausländische Energieunternehmen in die Realität zurückgeholt hätten. Firmen, die noch vor Kurzem fossile Brennstoffe abgelehnt hätten, kündigten nun neue Öl- und Gasprojekte an. Die Versorgungssicherheit stehe wieder an erster Stelle, weshalb Erdgasressourcen als entscheidender Wettbewerbsvorteil betrachtet würden. Gazprom investiere weiterhin planmäßig in den Ausbau seiner Ressourcenbasis und treibe die geologische Erkundung voran.
Gazprom führt derzeit auch konkrete Gespräche mit China über neue Möglichkeiten im Bereich des Erdgasexports.
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