Angleichung der Anforderungen an niedrige VOC-Emissionen in internationalen Gebäudebewertungssystemen
2026-06-29 15:05
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de.wedoany.com-Bericht: Die Innenraumluftqualität (IEQ) bleibt eine zentrale Priorität bei der Gebäudeplanung und -ausführung, insbesondere vor dem Hintergrund der Verbreitung hybrider Arbeitsmodelle, der Normalisierung des Lebens in dicht besiedelten Städten und der zunehmenden Gebäudedichtigkeit.

Mit der Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden und der damit einhergehenden erhöhten Dichtigkeit wird die Steuerung der Innenraumluftqualität noch wichtiger. Eine verringerte natürliche Luftinfiltration kann unbeabsichtigt zu erhöhten Konzentrationen luftgetragener Schadstoffe führen, wenn Materialien und Oberflächen ungünstig gewählt werden. Von der HLK-Planung und Lüftungsstrategie über Bodensysteme, Klebstoffe, Beschichtungen und Dichtstoffe – jede Komponente hat Einfluss auf das gesamte Innenraumklima und die Gesundheit der Nutzer.

Flüchtige organische Verbindungen (VOCs) sind ein Schlüsselindikator für die Hygiene der Innenraumluft. VOCs werden als Gase aus bestimmten festen und flüssigen Stoffen freigesetzt und sind häufig in Bau- und Wartungsprodukten wie Farben, Klebstoffen, Dichtstoffen, Bodensystemen, Holzwerkstoffen und Reinigungsmitteln enthalten. Diese Verbindungen gelangen während der Installation und manchmal über einen längeren Zeitraum in die Innenraumluft. Eine hohe VOC-Exposition wird mit kurzfristigen gesundheitlichen Auswirkungen wie Augen- und Atemwegsreizungen, Kopfschmerzen, Schwindel und in einigen Fällen auch mit langfristigen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht.

International anerkannte Prüfverfahren zur Bewertung der VOC-Emissionen von Bauprodukten umfassen unter anderem GEV-EMICODE, Blauer Engel, AgBB und die Standardmethode des California Department of Public Health (CDPH). Diese Rahmenwerke bewerten VOC-Emissionen unter kontrollierten Kammerbedingungen, unterscheiden sich jedoch in der Strenge der Grenzwerte für Gesamt-VOC, einzelner Stoffe und der Prüfdauer. Vergleichende Analysen unabhängiger Labore (z. B. Eurofins) zeigen, dass die GEV-EMICODE-Prüfmethode im Allgemeinen strengere Emissionsgrenzwerte als andere Systeme anwendet.

In Australien bleibt Green Star, verwaltet vom Green Building Council of Australia (GBCA), das wichtigste Nachhaltigkeitsbewertungssystem für Gebäude. Das neueste Bewertungstool „Green Star Buildings" bietet eine Gutschrift (Gutschrift 13 – Schadstoffbelastung), die als Mindestanforderung VOC-Emissionsprüfungen vor Ort und die Verwendung von Produkten mit niedrigem VOC-Gehalt vorsieht. Das Tool empfiehlt Projekten, Produkte zu verwenden, die auf VOC-Emissionen geprüft wurden, um das Risiko des Scheiterns von VOC-Emissionsprüfungen vor Ort zu verringern.

International gebräuchliche Bewertungstools wie LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) belohnen ebenfalls die Verwendung emissionsarmer Materialien im Bereich der Innenraumqualität. LEED akzeptiert VOC-Emissionsprüfungen wie GEV-EMICODE und die CDPH-Standardmethode als Nachweis der Konformität, abhängig von der Produktkategorie und dem Projektpfad. Die wichtigsten Nachhaltigkeitsbewertungssysteme für Gebäude, darunter Green Star, LEED, Living Building Challenge (LBC) und WELL, gleichen sich in ihren Anforderungen an VOC-Emissionen zunehmend an. Diese Konvergenz spiegelt eine globale, klare Verschiebung hin zu geprüften, emissionsarmen Materialien wider, die durch anerkannte Drittanbieterprüfungen gestützt werden, anstatt sich nur auf deklarierte VOC-Gehalte zu verlassen.

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