Indiens Delhivery baut wachstumsstarke Geschäfte aus, um Wertschöpfung zu fördern
2026-06-29 16:52
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de.wedoany.com-Bericht: Sahil Barua, Gründer und CEO des Logistikunternehmens Delhivery, erklärte kürzlich in einem Interview, dass das Unternehmen durch den Ausbau wachstumsstarker Geschäfte die Wertschöpfung vorantreibe und gleichzeitig die Gewinnmargen kontinuierlich verbessere. Das in Gurugram ansässige Unternehmen ging im Mai 2022 an die Börse und gilt vor dem Börsengang von Meesho im Dezember 2025 als Gradmesser für die Leistung der indischen E-Commerce-Branche.

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Mit Blick auf die vierjährige Börsennotierung ist Barua der Ansicht, dass die Führung eines börsennotierten Unternehmens einfacher sei als die eines privaten, da die mittel- bis langfristigen Auswirkungen von Entscheidungen allmählich sichtbar würden. Zum Zeitpunkt des Börsengangs habe das Unternehmen eine Branchenkonsolidierung erwartet, operative Hebel würden die Gewinnmargen verbessern, zunächst fokussiere man sich auf Rentabilität und grundlegende wirtschaftliche Kennzahlen, um dann das Wachstum voranzutreiben. In den letzten vier Jahren habe sich das Unternehmen daran gehalten und verfüge über eine stabile Anlegerbasis. Was den Aktienkurs betreffe, so habe Barua nur begrenzte Kontrolle; das Unternehmen habe bereits vor den Erwartungen die Gewinnschwelle beim freien Cashflow erreicht.

Die Wertschöpfung werde aus dem anhaltenden Wachstum aller Geschäftsbereiche resultieren. Das Geschäft mit Teilladungen (LTL) wachse jährlich um über 20 %, da sich die Branche auf qualitativ hochwertige Anbieter konzentriere und die Gewinnmargen stiegen. Auch vertikale Bereiche mit geringer Durchdringung wie die Agrarlogistik seien zukünftige Richtungen; das Unternehmen werde schrittweise tiefer in die Wertschöpfungskette vordringen und sich auch mit Übergroß-Transporten befassen. Die Verbesserung der Gewinnmargen, die Verkürzung des Working-Capital-Zyklus, die Verbesserung der Cash-Conversion sowie die Senkung von Investitionsausgaben und Gemeinkosten seien ebenfalls wichtige Bestandteile.

Delhivery wachse schneller als die E-Commerce-Branche, was auf vier Trends zurückzuführen sei. Erstens: Das Transaktionsvolumen auf der unteren Ebene des Marktes wachse gesund, auch der mittlere und obere E-Commerce-Bereich wachse. Zweitens: Das Segment der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) als Absender wachse schnell; durch das Geschäft Delhivery Direct wachse dieses Segment innerhalb von zwei Jahren jährlich um über 50 %. Direct-to-Consumer-Marken und vertikale E-Commerce-Anbieter gewännen Marktanteile von horizontalen Plattformen wie Amazon, Flipkart und Meesho. Drittens: Das Kostenumfeld treibe die Verlagerung von eigener Logistik hin zu ausgelagerter Logistik; steigende Treibstoff- und Arbeitskosten kämen effizienteren Betreibern zugute. Viertens: Die Branchenkonsolidierung; die Übernahme von Ecom Express habe die Anzahl der Wettbewerber verringert.

Mit Blick auf den Bereich des Sofortlieferhandels (Quick Commerce) ist Barua der Ansicht, dass bestimmte Kategorien bereits davon betroffen seien, die Auswirkungen auf den E-Commerce mit geringwertigen Gütern oder Modekategorien jedoch gering seien. Der Vorstoß horizontaler Märkte in den Sofortlieferhandel diene hauptsächlich dem Schutz des Kundenstamms, nicht der Verteidigung des ursprünglichen E-Commerce-Geschäfts. Was die Wirtschaftlichkeit betreffe, habe Blinkit bewiesen, dass Sofortlieferhandel profitabel sein könne, aber es sei schwierig, dass alle Akteure gleichzeitig Geld verdienten. Die Rolle von Delhivery im Sofortlieferhandel werde sich auf Lagerhaltung und Transportdienstleistungen konzentrieren, nicht auf die letzte Meile von den Dark Stores zu den Verbrauchern, es sei denn, dieses Modell mache die Zustellung durch Bündelung effizienter.

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