SAI-Plattform startet Programm für regenerative Landwirtschaft, unterstützt von über 40 Unternehmen
2026-06-29 15:05
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de.wedoany.com-Bericht: Die SAI-Plattform (SAI Platform) hat das „Regenerating Together Program (RTP)“ ins Leben gerufen, das der Lebensmittel- und Landwirtschaftsbranche einen gemeinsamen Rahmen und einen unabhängigen Prüfmechanismus bietet, um regenerative Landwirtschaft in der Lieferkette einheitlicher anzuwenden und so Transparenz, Messstandards und Rechenschaftspflicht zu erhöhen.

Dieses freiwillige Programm wurde auf der jährlichen Mitgliederversammlung der SAI-Plattform in Saskatoon, Kanada, angekündigt und während der London Climate Action Week live übertragen. Es ist das Ergebnis einer mehr als vierjährigen Zusammenarbeit von Landwirten, Agrarwissenschaftlern, Forschern, Nichtregierungsorganisationen und Branchenvertretern. Über 40 Lebensmittel- und Landwirtschaftsunternehmen, darunter Nestlé, Louis Dreyfus Company, McCain Foods und Diageo, haben eine Erklärung zur Unterstützung dieser Initiative unterzeichnet.

Regenerative Landwirtschaft gewinnt weltweit in der Lebensmittelbranche an Bedeutung, da Unternehmen ihre Treibhausgasemissionen reduzieren, die Bodengesundheit verbessern, die Biodiversität fördern und die Widerstandsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe stärken wollen. Allerdings fehlt es der Branche an einem Konsens darüber, wie Fortschritte in verschiedenen Regionen, Produktionssystemen und Anbaumethoden einheitlich gemessen werden können. Die SAI-Plattform erklärt, dass das „Regenerating Together Program“ diese Lücke schließen soll, indem es Unternehmen und Landwirten einen gemeinsamen Rahmen, praktische Leitlinien und Unterstützung für den Wandel bietet – und nicht nur die Bedeutung regenerativer Landwirtschaft definiert.

Der aktualisierte „Regenerating Together Framework“ ist der Kern dieser Initiative und legt einen vierstufigen Prozess fest, der für den Anbau von Nutzpflanzen sowie die Milch- und Rindfleischproduktion in verschiedenen Regionen anwendbar ist. Der Rahmen ermöglicht es Erzeugern, die Praktiken an lokale Gegebenheiten anzupassen, und ist sowohl für große kommerzielle Betriebe als auch für kleine landwirtschaftliche Einheiten geeignet.

Ein wesentliches neues Merkmal des Programms sind die Leitlinien für unabhängige Drittprüfungen und Benchmarking von Praktiken der regenerativen Landwirtschaft. Die SAI-Plattform gibt an, dass diese Prüfprotokolle die Branche einheitlicher und transparenter machen, indem sie allen Beteiligten ermöglichen, die Ergebnisse regenerativer Landwirtschaft auf die gleiche Weise zu bewerten. Der Rahmen sollte Unternehmen auch dabei helfen, ihre Umweltfortschritte nachzuweisen, und Landwirten mehr Anerkennung für den von ihnen geschaffenen Wert verschaffen.

Vor der Einführung des Programms wurden Pilotprojekte in 23 Produktionssystemen in 25 Ländern durchgeführt, wobei Landwirte eine Schlüsselrolle bei der Erprobung und Verbesserung des Rahmens spielten. Die SAI-Plattform betont, dass das Programm darauf abzielt, den bürokratischen Aufwand für Erzeuger zu reduzieren und ihnen die Flexibilität zu geben, die für ihren Betrieb am besten geeigneten regenerativen Praktiken auszuwählen.

Die Initiative hat breite Unterstützung von Unternehmen und Organisationen entlang der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette erhalten. Neben Unternehmenspartnern helfen auch Organisationen wie die Earthworm Foundation und The Nature Conservancy bei der Umsetzung. Die SAI-Plattform arbeitet zudem mit dem World Business Council for Sustainable Development, Regen10 und EIT Food zusammen, um die Bemühungen um regenerative Landwirtschaft besser zu koordinieren. Dionys Forster, Generaldirektor der SAI-Plattform, erklärte, die Branche habe gute Fortschritte bei der Definition regenerativer Landwirtschaft erzielt, doch die nächste große Herausforderung bestehe darin, diese Prinzipien in großem Maßstab in die Praxis umzusetzen. „Das Regenerating Together Program bietet eine praktikable Lösung, indem es der Branche eine solide und vertrauenswürdige Grundlage für den Weg zu einer widerstandsfähigeren globalen Lieferkette gibt“, so Forster. Er fügte hinzu, dass die Steigerung der Anzahl von Unternehmen, die diese Praktiken übernehmen, von einer kontinuierlichen branchenweiten Zusammenarbeit abhänge. Langfristig könne ein gemeinsamer Ansatz dazu beitragen, nachhaltigere landwirtschaftliche Systeme aufzubauen und die globale Lebensmittelversorgungskette zu stärken.

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