AGQM und Partner veröffentlichen Liste zugelassener Biodiesel-Motoren für die Binnenschifffahrt
2026-06-29 15:12
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de.wedoany.com-Bericht: Die offizielle Liste der für B100 und höhere Biodiesel-Beimischungen zugelassenen Schiffsmotoren wurde veröffentlicht und bietet der Binnenschifffahrt eine schnell umsetzbare Lösung zur Emissionsreduzierung. Die Liste wurde unter der Federführung des Biodiesel-Qualitätsmanagements (AGQM) in Zusammenarbeit mit deutschen und europäischen Branchenverbänden erstellt und umfasst mehrere Motorentypen, die für die Verwendung von reinem Biodiesel sowie Mischungen wie B20 und B30 zugelassen sind. Das Dokument ist auf der AGQM-Website öffentlich zugänglich und bietet Schiffsbetreibern eine klare technische Grundlage.

Hintergrund dieser Zulassung ist der zunehmende Druck auf die Binnenschifffahrt, ihre Emissionen zu reduzieren und sofort einsatzbereite Lösungen zu nutzen. Der nach der Norm EN 14214 hergestellte Biodiesel erfüllt strenge europäische Qualitätsanforderungen. Die kontinuierliche Überwachung durch die AGQM bestätigt, dass die tatsächlichen Werte seit Jahren weit unter den Normgrenzen liegen. Katharina Friedrich, Geschäftsführerin der AGQM, betont, dass diese Konsistenz Biodiesel zu einer zuverlässigen und sicheren Option zur Emissionsreduzierung bestehender Dieselmotoren mache.

Die Branchenverbände weisen darauf hin, dass die neue Zulassungsliste Schiffsbetreibern, die an der Kompatibilität von Biodiesel zweifeln, klare Orientierung biete. Xavier Noyon, Generalsekretär des Europäischen Biodiesel-Verbandes (EBB), erklärt, dass zwar Motoren- und Schiffsausrüstungshersteller informiert seien, viele Betreiber jedoch nicht wüssten, ob ihre Motoren direkt genutzt werden könnten. Ziel der Veröffentlichung sei es, diese Zweifel auszuräumen und den Betreibern zu versichern, dass ihre bestehenden Schiffe mit Biodiesel dekarbonisiert werden können.

Neben der Reduzierung von CO₂-Emissionen bietet Biodiesel mehrere Umweltvorteile: Er ist nahezu schwefelfrei, leicht biologisch abbaubar, wird in die Wassergefährdungsklasse WGK 1 eingestuft und reduziert die Partikelemissionen erheblich. Aufgrund seines hohen Flammpunkts wird er nicht als Gefahrgut eingestuft, was Lagerung und Transport vereinfacht.

Da die Motorzulassungen nun klar dokumentiert und allgemein zugänglich sind, verfügt die Branche über einen praktischen Weg, um mit bestehender Infrastruktur schnell Emissionen zu reduzieren. Dieser Schritt stärkt den Klimaschutz und erhöht gleichzeitig die Versorgungssicherheit.

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