Schottisches Wasserunternehmen testet Plug-and-Play-Wasserkrafttechnologie
2026-06-30 08:54
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de.wedoany.com-Bericht: Das schottische Wasserunternehmen testet auf der Kläranlage Shieldhall in Glasgow eine von den Projektpartnern als „Plug-and-Play“ bezeichnete Wasserkrafttechnologie, um das Potenzial dieser Technologie zur Erzeugung erneuerbarer Energie aus bestehenden Wasser- und Abwasserströmen zu bewerten.

Das öffentliche Wasserunternehmen arbeitet mit der Firma FFH (Fischfreundliche Wasserkraft) und der WGM Engineering zusammen, um eine schwimmende Turbine zu testen. Diese Turbine kann Strom erzeugen, ohne dass größere Umbauten an der bestehenden Infrastruktur erforderlich sind. Im Rahmen des Versuchs wurde die PicoStream-Turbine von FFH auf der Kläranlage Shieldhall installiert. Das System gewinnt Energie aus dem fließenden Wasser des Behandlungsprozesses und nutzt dabei Wasserströme, die sonst nicht zur Stromerzeugung verwendet würden.

Das Projekt geht auf eine kooperative Innovationsinitiative zurück, die vom Hydro Nation Chair vorangetrieben wird. Beteiligt sind Scottish Water, WGM Engineering, Zero Waste Scotland, RMAS sowie die Universitäten Edinburgh und Stirling. Die Partner untersuchten Kreislaufwirtschaftsmöglichkeiten in der Wasser- und Abwasserbranche und identifizierten die PicoStream-Turbine als eine Technologie, die mit minimalen Installationsanforderungen kontinuierlich erneuerbare Energie liefern kann.

Fraser Simpson, Produktverantwortlicher für Großprojekte bei Scottish Water, erklärte, das Unternehmen setze sich für die Erforschung innovativer Lösungen ein, die zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks und zur Verbesserung der Energie-Resilienz der Standorte beitragen. Sam Maitland, Geschäftsführer von FFH, sagte, der Versuch sei ein Schritt, um zu zeigen, dass emissionsarme Wasserkraft eine wichtige Rolle beim Übergang zu Netto-Null-Emissionen spiele, und dass in der Wasserinfrastruktur ein enormes ungenutztes Energiepotenzial stecke. Jason Crum, Direktor von WGM Engineering, erklärte, das Unternehmen freue sich über die Zusammenarbeit mit FFH, um diese Technologie in die Wasserbranche einzuführen und zu zeigen, dass die Kombination von Innovation, technischem Know-how und neuen Technologien praktikable Lösungen für erneuerbare Energien erschließen könne.

Scottish Water gab an, dass die Technologie bei erfolgreichem Test an anderen Standorten eingesetzt werden könne, um die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien durch die Nutzung bestehender Infrastruktur zu steigern und die Netto-Null-Ziele zu unterstützen.

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