de.wedoany.com-Bericht: Das auf intelligente Fahrwahrnehmungstechnologie spezialisierte Unternehmen Freetech gab bekannt, dass sein FVR60_SO (8T8R) Satellitenarchitektur-4D-Bildgebungs-Millimeterwellenradar im Juni 2026 in die Serienproduktion geht und die Auslieferung im Juli beginnt. Dies ist die zweite technische Iteration von Freetech innerhalb eines Monats, nachdem Mitte Mai in Zusammenarbeit mit Infineon das weltweit erste Edge-Architektur-4D-Bildgebungsradar FVR60_EO vorgestellt wurde.

Freetech hat von einem führenden inländischen Automobilhersteller einen Serienproduktionsauftrag für die Erstplattform erhalten, wobei das Auftragsvolumen nahezu eine Million Stück erreicht. Im Juni 2026 erhielt das Unternehmen einen weiteren Serienproduktionsauftrag für ein Fahrzeugprojekt eines führenden inländischen Automobilherstellers. Dieses wird mit der integrierten „Fuxing"-Intelligenzlösung und dem selbst entwickelten 4D-Millimeterwellenradar ausgestattet und soll im Oktober dieses Jahres in die Massenproduktion gehen. Bis Ende 2025 hatte Freetech Kooperationen mit 55 Automobilherstellern aufgebaut und insgesamt über 330 Serienprojekte realisiert.
Das FVR60-Satellitenradar verwendet eine getrennte Architektur: Der Sensor behält nur die Hochfrequenz-Empfangseinheit und die Antennenanordnung bei, während die Kernalgorithmen wie Signalverarbeitung, Punktwolkenerzeugung und Zielerkennung vollständig auf die Domänensteuerung verlagert werden. Die Domänensteuerung bedeutet, dass die Radarfähigkeiten nicht mehr durch die Hardware eingeschränkt sind. Nach der Verlagerung der Algorithmen auf die Domänensteuerung können diese kontinuierlich über OTA aktualisiert werden, ohne dass ein Hardwareaustausch erforderlich ist. Dank der hohen Rechenleistung der Domänensteuerung wird die Wahrnehmungsgenauigkeit im Vergleich zu herkömmlichen Radaren um über 30 % gesteigert, während die Systemkosten um 15 % bis 20 % gesenkt werden. Freetech bringt gleichzeitig zwei Produkte auf den Markt: den FVR60_SO (8T8R) und den FVR60_SD (16T16R). Ersterer bietet maximal 4096 Punkte pro Einzelbildpunktwolke und erfüllt die Anforderungen für Autobahn-Navigation und komplexe städtische Szenarien. Letzterer übertrifft mit über 10.000 Punkten pro Einzelbildpunktwolke die Anforderungen für hochautomatisiertes Fahren ab Level 3 und bietet eine Wahrnehmungsbasis. Beide Produkte sind mit einem offenen SDK ausgestattet, das Multisensorfusion und Sekundärentwicklung unterstützt. Sie sind kompatibel mit der Front- und Eckradar- sowie der Vier-Eck-Radar-Rundumsicht-Konfiguration und ermöglichen eine 360-Grad-Umgebungswahrnehmung.
Das FVR60-Satellitenradar unterstützt die integrierte Fahr- und Parkfunktion HNOA (Highway Navigation Assist) und CNOA (City Navigation Assist) mit einer Erfassungsreichweite von 350 Metern. Es kann stehende Hindernisse oder langsame Fahrzeuge voraus frühzeitig erkennen. Es wurde speziell für schwache Ziele wie Fußgänger und Zweiräder in städtischen Gebieten optimiert. Unter Bedingungen mit geringer Sichtweite wie Starkregen, Gegenlicht oder Tunneln kann das 4D-Bildgebungsradar dank der Durchdringungsfähigkeit elektromagnetischer Wellen die Wahrnehmungsschwächen von Kameras effektiv ausgleichen. Auf der ODIN3.5-Intelligenzplattform integriert Freetech Radar- und Kamerasignale tiefgehend und bietet eine integrierte HNOA- und CNOA-Lösung für Fahr- und Parkfunktionen, die den verbindlichen nationalen Standards entspricht. Die Produkte sind von zehntausend Euro teuren Familien-Pkw bis hin zu hochautomatisierten Fahrzeugen skalierbar und werden in Pkw, Nutzfahrzeugen und Robotaxi-Szenarien in großem Umfang eingesetzt.









