de.wedoany.com-Bericht: Der Riverbend Water Resources District errichtet am Wright Patman Lake außerhalb von Texarkana, Texas, sein größtes Wasserinfrastrukturprojekt in der Geschichte. Dazu gehören ein neuer Rohwasserentnahmepunkt, eine 84 Zoll große Wasserleitung, eine Rohwasserpumpstation, eine regionale Aufbereitungsanlage sowie Versorgungsleitungen, die über ein Dutzend Gemeinden im Nordosten versorgen.
Das bestehende System des Distrikts, das 1968 gebaut wurde, ist veraltet und bietet nicht genügend Betriebsflexibilität. Gleichzeitig muss es den steigenden Bedarf durch Gemeindeentwicklung und das Wachstum von Industriekunden decken. Kyle Dooley, Geschäftsführer von Riverbend, erklärte, dass das Projekt nicht nur die Kapazität erhöhen, sondern auch die Fähigkeit schaffen müsse, Rohwasser zur Unterstützung des regionalen Wirtschaftswachstums zu liefern.
Das neue System produziert nicht nur Trinkwasser, sondern ist auch für die Versorgung mit Rohwasser für industrielle Prozesse und Kühlzwecke ausgelegt. Damit sollen potenzielle Kunden des TexAmericas Center unterstützt werden – eines 12.000 Hektar großen Industrieentwicklungsgeländes auf dem ehemaligen Gelände der Lone Star Army Ammunition Plant. Basierend auf diesen beiden Nachfragekurven hat das Designteam die Rohrgrößen und das Layout der Aufbereitungsanlage entsprechend angepasst.
Die 84 Zoll große Rohwasserleitung des Projekts ist für eine tägliche Förderkapazität von etwa 134 Millionen Gallonen Rohwasser vom Wright Patman Lake zur neuen Aufbereitungsanlage ausgelegt. Um jedoch das Problem von Sedimentablagerungen in der Leitung bei zu niedrigen Anfangsdurchflussraten zu bewältigen, stellt das Designteam durch Koordination von Wasserspeicherung, Pumpenbetrieb und abschnittsweisem Bau sicher, dass das System sowohl bei aktuellen als auch bei zukünftigen Durchflussraten effizient arbeitet. Mike McCure, Projektmanager von Black & Veatch, wies darauf hin, dass diese Ingenieursphilosophie, die aktuelle Anforderungen erfüllt und gleichzeitig auf zukünftige größere Bedarfe vorbereitet ist, in allen Komponenten – einschließlich Rohrleitungen, Pumpstationen und Entnahmepunkten – umgesetzt wird.
Im Hinblick auf extreme hydrologische Bedingungen ist der Entnahmepunkt mit einem etwa 8.000 Fuß langen Baggerkanal verbunden, der die Wasserentnahme auch bei niedrigen Seewasserständen während Dürreperioden ermöglicht. Die Pumpstation wird weit oberhalb der prognostizierten Hochwasserstände errichtet, um kritische Anlagen zu schützen. Stephanie Bache, Regionalleiterin von Black & Veatch, erklärte, dass die technische Herausforderung darin bestehe, eine Infrastruktur zu entwerfen, die sowohl auf extreme Hochwasserereignisse als auch auf Dürren ausgelegt ist.
Kyle Dooley ist der Ansicht, dass der komplexeste Teil des Projekts nicht die Ingenieurtechnik sei, sondern die Genehmigungsverfahren auf staatlicher und bundesstaatlicher Ebene sowie die Koordination aller beteiligten Interessengruppen. Das Team hat mehrere Ingenieurfirmen, Projektmanager, Construction Manager at Risk (CMAR), Aufsichtsbehörden und beteiligte Gemeinden integriert, um das Projekt planmäßig bis 2029 fertigzustellen. Die Bediener wurden von Anfang an in die Planung einbezogen, um sicherzustellen, dass das System den tatsächlichen täglichen Betriebsanforderungen entspricht. Diese kollaborative Arbeitsweise, bei der von Beginn an gemeinsame Ziele verfolgt werden, wird als Schlüsselfaktor für den Erfolg des Projekts angesehen.
Bis Ende 2029 wird das neue System die alte Infrastruktur ersetzen, die Nordost-Texas seit über 60 Jahren versorgt hat. Das Projektteam kommt zu dem Schluss, dass der endgültige Erfolg eines derart großen Wasserinfrastrukturprojekts weitgehend von der Zusammenarbeit vieler Beteiligter und nicht nur von der reinen Ingenieurtechnik abhängt.









