VINCI treibt nachhaltige Infrastruktur voran – CO₂-Emissionen um 26 % gesenkt
2026-06-30 15:52
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de.wedoany.com-Bericht: Isabelle Spiegel, Vizepräsidentin für Umweltfragen des französischen Bau- und Infrastrukturunternehmens VINCI, stellte kürzlich während der London Climate Action Week die konkreten Strategien und Fortschritte des Unternehmens bei der Förderung nachhaltiger Entwicklung im Bau- und Infrastrukturbereich vor.

Die Nachhaltigkeitsstrategie von VINCI konzentriert sich auf die Reduzierung von CO₂-Emissionen. Seit 2018 wurden die Emissionen der Bereiche 1 und 2 um 26 % gesenkt, seit 2019 die Emissionen des Bereichs 3 um 4 %. 46 % des Stroms des Unternehmens stammen aus erneuerbaren Energien, 32 % des Betons sind kohlenstoffarme Produkte. Gleichzeitig schützt das Unternehmen Ökosysteme durch ökologische Ingenieurleistungen und die Reduzierung von Bodenversiegelung.

Um Innovationen an der Basis zu fördern, hat VINCI einen internen Umweltpreis ins Leben gerufen, für den die Mitarbeiter bis zu 1.000 Lösungen eingereicht haben. Das Unternehmen startete anschließend ein spezielles Programm, um die Skalierung und Verbreitung dieser Lösungen voranzutreiben.

Im städtischen Umfeld fördert VINCI die Lösung „Kühlinsel", die durch vier technische Hebel – Wiederherstellung von lebendigem Boden, Einführung von Vegetation, Anpassung von Asphaltfarbe und -typ sowie Trennung des Regenwasserkanalnetzes und Rückführung des Wassers in den Boden – die Natur zurück in die Stadt bringt. Diese Lösung wurde vor zwei Jahren mit einem unternehmensinternen Preis ausgezeichnet und wird derzeit über mehr als 100 Projekte skaliert.

Im Bereich des Recyclings von Materialien wie Beton hat VINCI vor sieben Jahren begonnen, Ziele für kohlenstoffarmen Beton zu setzen und Abfälle aus der Stahl- und Stromindustrie als Ersatz für einen Teil des Zements zu nutzen. Das Unternehmen strebt an, bis 2030 in allen VINCI-Bauprojekten einen Anteil von 90 % kohlenstoffarmem Beton zu erreichen; in Frankreich liegt dieser Anteil bereits bei zwei Dritteln.

Im Bereich Wasserressourcenmanagement konzentriert sich VINCI auf die Trennung von Regenwasserkanälen und die Grundwasseranreicherung und fördert gleichzeitig Lösungen zur Abwasserwiederverwendung. Am Beispiel eines Flughafens nutzt das Unternehmen kommunales Abwasser aus der Umgebung für die Sanitärversorgung des Flughafens, um die Verwendung von Trinkwasser zu vermeiden.

Isabelle Spiegel ist der Ansicht, dass die aktuellen wirtschaftlichen Auswirkungen eng mit der Sicherheit der Energie- und Materialversorgung sowie ökologischen und sozialen Erwägungen verknüpft sind. Diese Veränderung bedeute, dass Nachhaltigkeitsthemen in Diskussionen auf Vorstandsebene direkt mit der Geschäftskontinuität verbunden sind.