de.wedoany.com-Bericht: Die Kyocera Communications System Co., Ltd. (KCCS) testet derzeit die von der Sekisui Chemical Co., Ltd. entwickelte Perowskit-Solarmodultechnologie in Pilotprojekten an sechs Standorten von KCCS in den Präfekturen Fukuoka und Shiga. KCCS ist eine Technologie- und Ingenieurtochter des japanischen Kyocera-Konzerns. Das Unternehmen erklärte, dass diese Projekte vom japanischen Umweltministerium (Ministry of the Environment) sowie von den beiden Präfekturverwaltungen unterstützt werden.
Das Unternehmen gab an, dass die Einführung erneuerbarer Energien in den letzten Jahren zur Verwirklichung einer dekarbonisierten Gesellschaft beschleunigt wurde, jedoch die begrenzte Verfügbarkeit geeigneter Standorte für die Installation von Solarstromanlagen eine zunehmende Herausforderung darstellt. Dünnschicht-Perowskit-Solarzellen gelten aufgrund ihrer Leichtigkeit und Flexibilität als vielversprechende Lösung für dieses Problem, da sie an Orten installiert werden können, die aufgrund von Traglastbeschränkungen für herkömmliche Silizium-Solarmodule ungeeignet sind.
Sekisui Chemical kündigte im letzten Jahr die Inbetriebnahme einer 100-Megawatt-Produktionslinie für Perowskit-Solarzellen an. Seitdem hat das Unternehmen in Zusammenarbeit mit der MUFG Bank (einer Tochtergesellschaft der Mitsubishi UFJ Financial Group) zwei Demonstrationsprojekte mit Perowskit-Paneelen an zwei Standorten der Bank durchgeführt. Sekisui Chemical arbeitet außerdem mit mehreren Partnern an Projekten an Standorten mit unterschiedlichen Wetterbedingungen und Konfigurationsanforderungen in ganz Japan, darunter Agri-Photovoltaik, und kooperiert mit dem slowakischen Wirtschaftsministerium (Slovak Ministry of Economy) im Bereich der Perowskit-Solarzellentechnologie.

Sekisui Chemical bekräftigte in seiner Ankündigung, dass es an einem neuen 30 cm breiten Rolle-zu-Rolle-Herstellungsverfahren für die Produktion von Perowskit-Solarmodulen arbeitet, mit einer anfänglichen Stromerzeugungseffizienz von 15,0 % und einer Außenbeständigkeit, die 10 Jahren entspricht. Das Unternehmen plant außerdem, die Haltbarkeit und die Stromerzeugungseffizienz zu verbessern und die Breite auf 1 Meter zu erweitern. Ende November 2025 gab das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) bekannt, dass es bis 2040 die Installation von etwa 20 Gigawatt neuer Photovoltaiksysteme auf Basis der Perowskit-Solarzellentechnologie plant.









