de.wedoany.com-Bericht: AMD hat Patches für den Linux-Kernel eingereicht, die Unterstützung für stromsparende CPU-Kerne hinzufügen, die voraussichtlich in zukünftigen heterogenen Prozessoren des Unternehmens zum Einsatz kommen. Die Patches unterscheiden klar zwischen drei Kategorien: Hochleistungskerne, Effizienzkerne und stromsparende Kerne. Dies deutet darauf hin, dass AMDs kommende CPU-Plattformen drei Kerntypen verwenden werden, wobei die stromsparenden Kerne für leichte Lastaufgaben zuständig sind. Laut Phoronix identifiziert der Patch den CPU-Typ über die CPUID-Funktion 0x80000026 (erweiterte CPU-Topologie), wobei die EBX-Bits [31:28] die Kernklassifizierung enthalten. Zuvor unterteilte AMD Kerne nur in Leistungs- und Effizienzkerne; der neueste Patch fügt stromsparende Kerne hinzu, sodass Linux effektiv zwischen den drei Kerntypen unterscheiden kann. Das Energiemanagement von AMD unterstützt letztere bereits korrekt.

AMD-Ingenieur Vishal Badole erklärte, dass diese Kerne für Hintergrund- und Leerlaufaufgaben konzipiert seien, bei denen die Reduzierung des Energieverbrauchs wichtiger sei als die Bereitstellung hoher Leistung. In den letzten Jahren haben sowohl AMD als auch Intel heterogene Prozessoren mit Hochleistungs- und Effizienzkerntypen veröffentlicht, um Leistung und geringen Stromverbrauch zu vereinbaren. Intel hat in seinen neuesten CPU-Plattformen stromsparende Kerne auf dem SoC-Tile eingeführt, um leichte Lastaufgaben auszulagern und die Akkulaufzeit von Laptops zu verlängern. AMD verfolgt einen ähnlichen Ansatz, verwendet jedoch zwei verschiedene Kerntypen mit derselben zugrunde liegenden Architektur und bietet platzoptimierte „dichte" Kernprodukte an, während Intel vollständig unterschiedliche Mikroarchitekturen einsetzt.
Abgesehen von der Beschreibung im Linux-Patch hat AMD nur wenige Details zu den stromsparenden Kernen preisgegeben. Das Unternehmen beschreibt sie lediglich als optimiert für minimalen Stromverbrauch während Hintergrundverarbeitung und Leerlaufbetrieb, ohne zu erläutern, wie sich ihre Architektur von den aktuellen dichten Zen 5c-Kernen unterscheidet. Der Kernel-Patch fügt lediglich die CPU-Klassifizierung hinzu, ohne neue Scheduling-Strategien oder Optimierungslogiken einzuführen. AMD hat auch nicht verraten, ob diese Kerne auf Zen 5, Zen 6 oder einer anderen zukünftigen Mikroarchitektur basieren. Bemerkenswert ist, dass AMD traditionell dazu neigt, innerhalb derselben CPU dieselbe Mikroarchitektur zu verwenden, wenn auch mit unterschiedlichen Optimierungen hinsichtlich Chip-Größe (oder Floorplan) und Taktfrequenz. Dies vereinfacht die Softwareentwicklung, geht jedoch zu Lasten eines höheren Stromverbrauchs im Vergleich zu dem, was mit einer vereinfachten Mikroarchitektur erreichbar wäre.









