Drei Organisationen, darunter HKRITA aus Hongkong, arbeiten gemeinsam an der industriellen Umsetzung des Textilrecyclings
2026-07-01 11:55
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de.wedoany.com-Bericht: Das Hongkonger Forschungszentrum für Textilien und Bekleidung (HKRITA), Jeanologia und Looptworks haben eine Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Förderung der industriellen Umsetzung des Textilrecyclings bekannt gegeben.

Die Vereinbarung formalisiert die Zusammenarbeit zwischen diesen drei Organisationen mit dem Ziel, das Textilrecycling von forschungsbasierten Innovationen in kommerziell nutzbare Lösungen zu überführen, die von der Industrie unterstützt werden. Im Rahmen der Kooperation fungiert HKRITA als Technologieanbieter, Jeanologia als Maschinenpartner und Looptworks als potenzieller Anwender.

Kern der Initiative ist die Green Machine 4.0 von HKRITA. Es handelt sich um die neueste Version der hydrothermalen Rückgewinnungstechnologie des Instituts, die es ermöglicht, Polyester aus Baumwoll-Polyester-Mischungen mit einer Reinheit von 98 % oder mehr zu extrahieren. Laut HKRITA kommen bei dem Verfahren keine gefährlichen Methoden zum Einsatz. Jeanologia wird Maschinen bereitstellen, die den europäischen CE-Druckbehälterstandards entsprechen, um die Integration in andere industrielle Prozesse zu erleichtern. Looptworks, ein B Corp-zertifizierter Recyclingexperte, plant, aus den recycelten Materialien – gewonnen aus verschiedenen Arten von Pre- und Post-Consumer-Textilien – Global-Recycling-Standard (GRS)-zertifizierte Fasern herzustellen.

Die Partnerschaft zielt darauf ab, einem breiteren Kreis von Akteuren der Textilindustrie die Nutzung der entsprechenden Technologien zu ermöglichen und Recyclern sowie Herstellern dabei zu helfen, bisher schwer recycelbare Materialien zu verarbeiten. HKRITA ist der Ansicht, dass dies dazu beitragen könnte, recycelte Fasern in die kommerzielle Lieferkette der Modebranche zu integrieren und den Wandel hin zu umweltfreundlicheren Produktionsmethoden zu unterstützen. Das Institut betont zudem, dass Textilrecycler, die an diesem Ökosystem teilnehmen, neue Einkommensmöglichkeiten erhalten könnten.

Jake Koh, CEO von HKRITA, erklärte: „Die Kreislaufwirtschaft ist kein fernes Ziel mehr. Da die Green Machine 4.0 nun nachweislich einsatzbereit und skalierbar ist, markiert diese Partnerschaft einen entscheidenden Wandel von der Forschung zur Kommerzialisierung. Echte Innovation wird durch ihre Auswirkungen in der realen Welt definiert, und heute machen wir sie zur Realität.“

Enrique Silla, CEO und Gründer von Jeanologia, ergänzte: „In den letzten 25 Jahren haben wir die Denim-Industrie durch Technologie, Innovation und Zusammenarbeit verändert. Heute bringen wir dieselbe Erfahrung in eine der größten Herausforderungen der Branche ein: das Textil-zu-Textil-Recycling. Durch die Kombination der Innovation von HKRITA, der industriellen Ingenieurskunst und Textilbleichexpertise von Jeanologia sowie der operativen Umsetzung von Looptworks schaffen wir ein Modell, das dazu beiträgt, Kreislauffähigkeit im industriellen Maßstab zu erreichen.“

Scott Hamlin, Gründer und CEO von Looptworks, sagte: „Looptworks und HKRITA verbindet eine mehr als zehnjährige Partnerschaft. Die Green Machine ist ein Paradebeispiel für die Möglichkeiten des Textilrecyclings. Mischmaterialien waren lange Zeit ein Haupthindernis für die Kreislaufwirtschaft, und diese Technologie ermöglicht es uns, ihren Wert in großem Maßstab zu erschließen. Indem wir recycelte Fasern wieder in die Lieferkette einführen, beweisen wir, dass Kreislauflösungen sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich machbar sind.“

HKRITA lädt Textilrecycler, Modemarken und produzierende Unternehmen ein, dem Green-Machine-Ökosystem beizutreten. Die Organisation sucht weitere Partner, um die Initiative zu übernehmen und auszuweiten, mit dem Ziel, ökologisch verantwortungsvolle Lösungen für die Textilabfallindustrie voranzutreiben.

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